Schwarzes Brett

1. Europäischer Tag der Restaurierung

Die fünf Restaurierungsbereiche an der HAWK in Hildesheim öffnen am 1. Europäischen Tag der Restaurierung, am 14. Oktober 2018, ihre Türen. Hautnah können Kunstobjekte und historische Techniken betrachtet werden. Die Studiengänge der Konservierung und Restaurierung möchten ihre Vorgehensweisen und Ziele präsentieren, Studierende werden ihre Arbeiten zeigen und der Bereich Papierrestaurierung stellt die hervorragenden Kooperationen mit der Dombibliothek und den großen Archiven in Hildesheim vor Ort dar.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Internationaler Nachwuchsworkshop „Der Bischof im mittelalterlichen Reich“

Am 1.-3. November 2018 findet in Minden der Internationale Nachwuchsworkshop zum Thema „Der Bischof im mittelalterlichen Reich. Aktuelle Forschungsansätze und Perspektiven“ statt. Anmeldungen sind bis zum 17. Oktober 2018 an nina.gallion@email.uni-kiel.de möglich.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer.

Call for Papers – V. Forum Kunst des Mittelalters Bern – 18.-21. September 2019

Sektion 1:
… in die Alpen: Mobilität von Altarretabeln und Werkstätten im Spätmittelalter
Sektionsleitung: Barbara Schellewald, Heidrun Feldmann und Henriette Hofmann (Basel)

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass es während des „Baubooms“ von Kirchen im Bistum Chur in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts vor allem schwäbische Werkstätten waren, die von dieser Auftragslage besonders profitieren konnten und mit der Anfertigung von Ausstattungsobjekten beauftragt wurden. Als Beispiel sei die Künstlerfamilie Strigel genannt, die vor allem ab 1486 mit Ivo Strigel diesen Markt deutlich dominierte, sodass letzterer in der Forschung bisweilen als „Unternehmer“ verbucht wird. Aus gegenwärtiger Sicht sind jedoch grundlegende Fragen in der kunsthistorischen Forschung zu stark in den Hintergrund getreten. Wie müssen wir uns Auftrags-, Produktions- und Distributionsprozesse unter derartigen ökonomischen Bedingungen vorstellen und inwieweit wird und kann dabei konzeptionell auf den spezifischen Ort hin produziert werden? Was genau machte die Attraktivität der von Strigel und seiner Werkstatt gefertigten Objekte für die Gemeinden im Graubünden des 15. Jahrhunderts aus und wie kam es zu ihrem Erfolg?

Tendenzen der Standardisierung in der Ausführung der Objekte können hier ebenso Aufschluss über die Bedürfnisse von AuftraggeberInnen geben, wie die bisweilen prominenten Selbstnennungen der ausführenden Meister, etwa durch Ivo Strigel auf dem Calanca-Altar. Zu diskutieren wäre, welche Bedeutung der „Ruf“ einzelner Meister bei der Auftragsvergabe zu spielen begann und welcher Wert einer überregionalen Herkunft der Objekte, die auf dem Calanca-Altar ebenfalls erwähnt ist, beigemessen wurde. In den Blick rücken sodann Praktiken der Selbstinszenierung der Produzenten jener Bildwerke und gewähren nicht zuletzt im Vergleich mit anderen Medien Einblicke in das Selbstverständnis von Künstlern und Werkstätten jener Zeit.

Die Distribution von Artefakten und Werkstätten in den Alpenraum und gerade in das Bistum Chur basiert auf einer jahrhundertelangen Tradition – verwiesen sei nur auf die üppige Bildproduktion im Bereich der Wandmalerei im 13. Jahrhundert.

Die Sektion zielt darauf, dieses bislang in der Forschung nur ansatzweise reflektierte Phänomen unter Einschluss der unterschiedlichen Vermittlungsinstanzen und im Vergleich zu Praktiken anderer Regionen und Epochen in den Blick zu nehmen.

Sektion 2:
Brücken zum Jenseits: Mittelalterliche Kunstwerke in Transferprozessen zwischen irdischer und himmlischer Sphäre
Sektionsleitung: David Ganz, Sophie Schweinfurth und Katharina Theil (Zürich)

Geht es um Transferprozesse in mittelalterlicher Kunst, so rückt auch eine besondere Form des Austausches in den Blick: Jener zwischen diesseitiger Sphäre und den vorgestellten jenseitigen Räumen sowie den darin angesiedelten Akteuren – kurz, zwischen Mensch und Gott. Auf dieser vertikal gedachten Achse der Kommunikation kommt mittelalterlichen Kunstwerken als Medien des Transfers eine zentrale Rolle zu. Jede Stiftung eines Kunstwerks an eine heilige oder göttliche Person stellt grundsätzlich eine Beziehungsaufnahme dar, in der zum einen materielle Güter, zum anderen die Arbeit und Mühe der kunstvollen Gestaltung im Akt der Gabe offeriert werden. Das Panel möchte die unterschiedlichen Richtungen und Strukturen des Transfers zwischen Irdischem und Himmlischem genauer in den Blick nehmen und die Bandbreite an künstlerischen Strategien und Konzeptionen der Vermittlung zwischen Mensch und Gott untersuchen, wobei gerade deren Vielfältigkeit und historische Transformation von der Spätantike bis zum ausgehenden Mittelalter vor dem Hintergrund ihres jeweiligen regionalen, historischen, gattungsspezifischen etc. Kontexts interessieren. Insbesondere sind Beiträge willkommen, die theoretische Modelle aus anderen kulturwissenschaftlichen Disziplinen, beispielsweise Ansätze der Gabentheorie, der Akteur-Netzwerk-Theorie oder der Material Religion für die kunstgeschichtliche Diskussion dieser Themenfelder fruchtbar zu machen suchen.

Sektion 3:
Rhein und Maas: Art and Culture across Rivers and Regions
Sektionsleitung: Shirin Fozi (Pittsburgh), Joanna Olchawa (Frankfurt am Main)

Die Sektion richtet den Blick auf Objekte, die innerhalb der Ausstellung ‚Rhein und Maas: Kunst und Kultur, 800−1400‘ im Jahr 1972 in Köln und Brüssel präsentiert wurden und widmet sich der Frage, wie diese – annähernd fünfzig Jahre später – in der aktuellen Forschung zu transkulturellen Verflechtungsprozessen neu und gewinnbringend untersucht werden können.

In der annähernd 400 rheinische und maasländische Objekte umfassenden Ausstellung mit ‚Höhepunkten‘ wie dem Ardennenkreuz, dem Taufbecken des Reiner von Huy oder dem Marienschrein des Nikolaus von Verdun wurden vielfältige künstlerische Interaktionen und eine gemeinsame kulturelle Identität innerhalb der Region thematisiert, die zwischen den Flüssen Rhein und Mass an der heutigen Schnittstelle der Länder Belgien, Deutschland und den Niederlanden liegt. Obgleich das Thema nicht an Aktualität verloren hat, erfordern die Studien solcher Interaktionen heute interdisziplinäre Analysen mit zunehmend weiträumigen und weniger linearen Begriffen. In diesen multilateralen Ansätzen nehmen die konkreten Wege und Vermittlungen einen herausragenden Stellenwert ein: Einerseits wurden Bergketten wie die Alpen und die Pyrenäen oder Flüsse wie der Rhein und die Maas, die Donau und der Dnjepr weniger als Grenzen, sondern vielmehr als Möglichkeiten verstanden, disparate Zentren einander näherzubringen; andererseits fungierten die Straßen und die über das Wasser gespannten Brücken nicht nur als Verbindungsstellen, sondern als Barrieren, die das Eintreiben von Zöllen erleichterten – teilweise von erheblichen Summen, die in Form von wertvollen Objekten entrichtet wurden.

Vor diesem Hintergrund möchte die Sektion zu Beiträgen einladen, die die bei ‚Rhein und Maas‘ ausgestellten Objekte innerhalb der heutigen transkulturellen Verflechtungsprozesse neu verorten. Vorschläge zur Vertiefung stilanalytischer Schwierigkeiten, der Auftraggeberschaft, zu den Sammlungen (sowohl den mittelalterlichen als auch den modernen) oder Konzepten der ‚Lokalisierung‘ und ‚Zuschreibung‘ (insbesondere die Differenzierung in ‚rheinisch‘ und ‚maasländisch‘ betreffend sowie im Sinne eines Qualitätsurteils) sind ebenfalls willkommen. Die Leiterinnen sehen zudem die Sektion als eine Gelegenheit, sich mit den Auswirkungen der Ausstellung ‚Rhein und Maas‘ auf die Historiographie auseinanderzusetzen, die von anderen Großausstellungen aus den 1970er Jahren wie ‚Die Zeit der Staufer‘ (1977) auf unterschiedliche Weise überschattet wurde und angesichts der aktuellen Forschungstendenzen neue Aufmerksamkeit auf ihre thematischen Schwerpunkte zu lenken. Vor allem aber intendiert die Sektion, die Beziehungen zwischen mobilen Objekten und Geographien zu beleuchten und erneut in Betracht zu ziehen, wie diese durch die beiden Flüsse definierte Region in die fließenden Grenzen der heutigen Kunstgeschichte des Mittelalters eingefügt werden kann.

Sektion 4:
Bridging Times and Spaces: Sharing Medieval Heritage in a Globalized World
Sektionsleitung: Barbara Welzel und Katharina Christa Schüppel (Dortmund)

Mittelalterliche Artefakte sind integraler Bestandteil des weltweit geteilten und zu teilenden kulturellen Erbes (shared heritage). Die Geschichten der Objekte sind oftmals komplex: Sie verbinden Kunstwerke, Personen und Orte. Darüber hinaus berichten sie von Reisen, Fragmentierungen, Praktiken des Schenkens, vom Vergessen und Wiederentdecken, von Re-Aktivierungen und Kontextwechseln. Die Geschichte eines mittelalterlichen Objekts zu erzählen bedeutet deshalb mehr als das Überbrücken einer realen oder imaginierten kulturellen Distanz – zwischen uns und dem mittelalterlichen “anderen”. Vielmehr geht es darum, den Weg eines Objekts durch Zeit und Raum zu rekonstruieren.

Doch wem gehört das mittelalterliche Erbe? Worin besteht sein Wert für die kulturell diversen, in stetiger Veränderung begriffenen globalen “heritage communities”? Die geplante Session setzt kunsthistorische Forschung und Vermittlung in Dialog. Gegenstände möglicher Beiträge sind neue kunsthistorische Zugänge in Forschung und Vermittlung zum materiellen kulturellen Erbe des Mittelalters in transkulturellen, multireligiösen Gesellschaften. Unser besonderes Interesse gilt dem Museum als Lernort. Die Sektion steht Beiträgen aus allen mittelalterlichen Kunstgeschichten (europäisch, byzantinisch, asiatisch, islamisch u.v.a.) sowie aus verwandten Disziplinen offen. Themenvorschläge können auf Englisch, Französisch, Italienisch und Deutsch eingereicht werden.

Sektion 5:
Reisen mit Objekten und Texten
Sektionsleitung: Romina Ebenhöch und Kathrin Chlench-Priber (Bern)

Als zentrale Passage und Knotenpunkt zwischen Nord und Süd strukturierten und dominierten die Alpen zahlreiche Wegesysteme, auf denen sich mittelalterliche Reisende als Akteure des Transfers mit den verschiedenartigsten Absichten bewegten. Ob als Händler auf dem Weg in den Orient oder nach Italien, als Jerusalem- oder Rompilger oder als Boten beziehungsweise Gesandte von Adel und Klerus – die Querung der Alpen und die damit verbunden Strapazen und Gefahren hatten alle zu bewältigen.

Das daraus erwachsende Bedürfnis nach einer sicheren Reise, Ankunft und Rückkehr dokumentiert sich darin, dass die Reisenden kleinformatige Objekte mit sich führten, die dies gewährleisten sollten. Solche Objekte konnten auf Reisen Schutz versprechen, als mobile Andachtsmedien fungieren und materielle Speicher einer Erinnerung werden, die aufs Engste mit der Reise selbst verbunden waren. Etwa im Fall einer Pilgerreise, wo zwar die Reise selbst dem Seelenheil zuträglich war, die Reisenden aber zusätzlich versuchten, das erwirkte Heil zu konservieren.

Beispiele für solche Objekte können sein:

  • Behältnisse oder Schmuckstücke, die Bilder, Texte, Edelsteine oder andere Substanzen mit apotropäisch konnotierter Wirkung aufnehmen können
  • Andachtstexte, -bilder und -gegenstände, durch welche Reisende einen Zugang zum schützenden Heil Gottes zu erlangen suchen
  • Pilgerzeichen
  • Reliquien

Die interdisziplinäre Sektion richtet ihren Fokus auf mobile, kleinformatige Objekte in den unterschiedlichen Erscheinungsformen, die Reisende durch den Alpenraum mit sich führten.

Wir begrüßen Beiträge, die solchen Objekten gewidmet sind und in denen ihre vielschichtigen Funktionen untersucht werden. Insbesondere sind Beiträge zu Gegenständen, Texten und / oder Bildern willkommen, die ihre Reise in der Schweiz „beendet“ haben und heute Teil von Schweizer Sammlungen sind.

Sektion 6:
Urbi et Orbi: Rom, die Stadt der sieben Hügel zwischen internen Dynamiken und universalem Anspruch (1050–1306)
Sektionsleitung: Giorgia Pollio, Almuth Klein, Daniela Mondini (Mendrisio)

Als Erbin eines Imperiums, Sitz der universalen Institution des Papsttums und wegen der Apostelgräber Ziel für Pilger aus der gesamten christlichen Welt bildet die Stadt Rom eine bevorzugte Plattform für die Erforschung von künstlerischen Austauschprozessen. Gleichzeitig behindern die Reduzierung der nutzbaren Tiberbrücken sowie die eigentümlich wie auf einem Flickenteppich verteilten abitati mit nur wenigen größeren Ballungsräumen, die durch die aufragenden Hügel und sumpfige Niederungen voneinander getrennt blieben, beständige Verbindungen unter den einzelnen Rioni.

In der langen Epoche zwischen den Anfängen der Kirchenreform um 1050 und der Verlegung des päpstlichen Hofs nach Avignon zu Beginn des 14. Jahrhunderts ist eine Zunahme dieser Phänomene zu beobachten: die progressive Internationalisierung der Kurie, der Zusammenschluss des Adels zu großen Clans, später zu Baronsfamilien,  die sich in befestigten Wohnsitzen verschanzten, und die Konsolidierung – auch in Rom – der Kommune als dritter Reibungspunkt in der Polarität zwischen Papsttum und Reich.

In der großen Anzahl an Studien zur nachantiken Geschichte der Ewigen Stadt nimmt die kunsthistorische Forschung in der Schweiz seit den wegbereitenden Studien von Paul Styger eine besondere Stellung ein. Fundamental für das Thema der Sektion sind die Untersuchungen von Peter Cornelius Claussen, Begründer des noch laufenden Corpusprojekts Die Kirchen der Stadt Rom im Mittelalter, das an der Università della Svizzera italiana in Mendrisio und der Universität Zürich mit der finanziellen Unterstützung des Schweizer Nationalfonds betreut wird. Gleichzeitig nähern sich die an der Universität Lausanne zusammen mit Università della Tuscia in Viterbo laufenden Arbeiten am Corpus della pittura medievale a Roma ihrem Ende.

Basierend auf der bereits erbrachten Forschungsleistung dieser beiden Projekte erhoffen wir uns Vorschläge zu folgenden Themen:

– Die verschiedenen Grade von Rezeption, Widerstand und Ablehnung fremder Kunstwerke oder Künstler

– Die Möglichkeit, unterschiedliche Niveaus der Reflektion seitens der Auftraggeber und Künstler zu erkennen, von der passiven Angleichung eines „exotischen“ Vokabulars hin zu einer bewussten Entscheidung, motiviert durch persönlichen Geschmacks oder Ideologie

– Das Vorliegen oder das Fehlen künstlerischer und / oder architektonischer Typologien, die jedem der rioni eigen sind, also ob die künstlerische Entwicklung als homogen oder zersplittert zu betrachten ist und welches die Gründe dafür sein können, etwa Rivalität, Nachahmung oder Wettbewerb.

Sektion 7:
Baumeistermobilität, Ideentransfer und Konflikte im spätmittelalterlichen Bauwesen
Sektionsleitung: Jens Rüffer (Berlin)

Im Spätmittelalter gab es im deutschen Sprachraum mit Wien, Prag, Regensburg und Straßburg vier wichtige, überregional bedeutsame Bauhütten, die in die Fläche ausstrahlten, aber auch Fachkräfte anzogen. Für das Hochmittelalter sind die schriftlichen Quellen zum Bauwesen eher bescheiden. Es werden zwar nun des Öfteren die Namen von Baumeistern überliefert, doch sind diese biographisch kaum fassbar. Im 15. Jahrhundert werden die Informationen dichter, sodass einige Baumeister nicht mehr nur über ihre Werke, sondern durch verschiedene schriftliche Quellen umfassender charakterisiert werden können. Zu den großen Namen zählen u.a. die Familie der Ensinger, Hans Niesenberger, Laurenz Spenning, Hans Puchsbaum, Andreas Engel, Jodok Dotzinger, Hans Hültz, Matthäus Böblinger, oder Hans Nussdorf, um nur einige wenige zu nennen.

Der Ideentransfer basiert nicht nur auf der Mobilität der Werkleute, sondern auch auf dem inzwischen gängigen Medium der verkleinerten Risse und Architekturzeichnungen. Innovative Ideen, die von der strukturellen Konzeption bis zur kleinen Einzelform reichten, konnten leicht über große Distanzen verbreitet werden. In Gutachterverfahren werden die Dispute und Konflikte zwischen Baumeister und Kirchenfabrik um das „richtige“ Bauen deutlich. Es häufen sich Nachrichten über Rechtsstreitigkeiten, die Erfüllung von Verträgen, die angemessene Bauausführung aber auch über die Organisationsstrukturen. Es sind sogar Denunziationen von Konkurrenten überliefert, die bei der Ausführung eines Werkes noch zum Zuge kommen wollten. Dieses vielfältige Material verrät einiges über das architektonische Denken jener Zeit, über die soziale Rolle der Baumeister sowie die Organisationsformen des Baubetriebes.

Der geographische Schwerpunkt der Sektion liegt auf dem deutschsprachigen Raum mit folgenden Zentren: der Stadt Wien, dem böhmischen Gebiet mit Prag und Kuttenberg, Sachsen, dem süddeutschen Raum mit Regensburg als Zentrum, dem Oberrhein mit den Zentren Straßburg, Basel und Freiburg sowie der Westschweiz mit den Städten Bern und Fribourg. Die Streitigkeiten über den Weiterbau des Mailänder Domes sind insofern relevant, als auch Baumeister nördlich der Alpen ihre Expertise ablieferten. Der zeitliche Schwerpunkt der Sektion liegt hauptsächlich im 15. Jh.

Gesucht werden Beiträge, die von einer konkreten quellenbasierten Überlieferung ausgehen, diese mit Blick auf Mobilität, Ideentransfer und Konflikte analysieren und in größere architekturhistorische bzw. kunsthistorische Zusammenhänge stellen.

Die Quellen können vielfältigster Art sein, angefangen von Urkunden, Werkverträgen, Rechtsstreitigkeiten oder narrativen Dokumenten bis hin zu Architekturplänen und Rissen. Ziel ist es, möglichst verschiedene Facetten herauszuarbeiten, die die Bauprozesse in jener Zeit besser verstehen helfen.

Sektion 8:
Georgien als Brücke zwischen den Kulturen: Dynamiken kulturellen Austausches
Sektionsleitung: Manuela Studer und Thomas Kaffenberger (Fribourg)

Bereits seit langem wurde Georgien als Schlüsselregion für die Betrachtung mittelalterlicher Kunst zwischen Orient und Okzident identifiziert. Zwischen den Bergketten des Großen und des Kleinen Kaukasus eingespannt, führen wichtige Verkehrswege durch das Land, das damit eine Brückenfunktion zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, zwischen den Gebieten des Flusses Don und dem Ostmittelmeerraum einnimmt. Als Folge dieser geographischen Lage stand das Land, ganz im Gegensatz zu seiner häufigen Charakterisierung als isoliert und abgelegen, stets in Kontakt mit gleichermaßen benachbarten Ländern und weit entfernten Gebieten wie Palästina (dort besaßen die Georgier wichtige Heilige Stätten), Zypern und Westeuropa. Anhaltende politische Wandel und Umbrüche, einschließlich Beziehungen zu und Besetzungen durch die benachbarten Reiche der Seldschuken und der Byzantiner, machen das Land zu einem Musterbeispiel für die Untersuchung der Dynamiken kulturellen Austauschs im Mittelalter. Zudem beheimatete das Land zahlreiche sprachliche und religiöse Minderheiten, die eine wichtige Rolle als kulturelle Vermittler spielten und ihre eigenen künstlerischen Traditionen ausbildeten.

Trotzdem hat Georgien als Ort kultureller Interaktionen und als multikulturelle Gesellschaft erst in jüngerer Zeit vertieftes wissenschaftliches Interesse erweckt. In vielerlei Hinsicht stellt die anhaltende Unkenntnis des georgischen Materials ein grundlegendes Hindernis für unser Verständnis zahlreicher kultureller Phänomene dar, deren Bedeutung die spezifischen Erscheinungen in Georgien übersteigt. Die wenigen bislang verfügbaren Publikationen betonen Verbindungen zu Konstantinopel und charakterisieren Georgien als Reflex einer “byzantinischen Ökumene”. Zwar ist der Kontakt mit Konstantinopel ein wichtiger, doch wird er meist nur als einseitiger ‘Einfluss’ der byzantinischen Hauptstadt auf das georgische Gebiet interpretiert. Eben jenes Konzept des ‘Einflusses’ findet allerdings zunehmenden Widerspruch und wird ersetzt durch eine Betonung dynamischen kulturellen Austauschs zwischen mehreren Akteuren.

Ein erster Schritt in der Wiederannäherung an das georgische Material, dabei die aktualisierte Methodologie verwendend, wurde 2017 mit der Tagung “Cultural Interactions in Medieval Georgia” in Fribourg (Schweiz) geleistet. Ziel der Sektion im Rahmen des Forum Kunst des Mittelalters 2019 wird sein, explizit eine Plattform für junge Wissenschaftler bereitzustellen, die den geschilderten Weg weiter beschreiten wollen: das Wissen über den künstlerischen Austausch im mittelalterlichen Georgien vertiefen mittels Berücksichtigung des Konzeptes dynamischer kultureller Interaktion.

Sektion 9:
Die Brücke in der Stadt. Passagen, Bilder, Handel, 12.–14. Jahrhundert
Sektionsleitung: Philippe Cordez (Paris)
Sponsored session: Deutsches Forum für Kunstgeschichte, Paris

1254 erreichte Wilhelm von Rubruk Karakorum, die Hauptstadt des mongolischen Reiches, die er im Auftrag Ludwigs IX. besuchte. Dort hörte er gleich von einem französischen Goldschmied im Dienste des Großkhans, Guillaume Boucher, der einen Bruder, Roger, auf der „großen Brücke“ in Paris habe. Warum die große Brücke? Paris bestand seit der Antike im Kern aus einer Insel, der Île de la Cité, mit zwei Brücken. Die längere von ihnen vor allem, über den rechten Flussarm, muss ein vielbesuchter Ort gewesen sein. Sie führte zum Königspalast und trug, unter direkter Aufsicht des Herrschers, die für Königtum und Stadt wichtigen Läden der Goldschmiede und Geldwechsler. Unter der Brücke zahlten die Schiffer Zoll, und dort waren Mühlen angebracht. Am Ufer wurde die Brücke von einer Festung verteidigt, neben der die Metzger etabliert waren: Dass der Goldschmied in Karakorum Boucher hieß, mag von einem früheren Aufstieg seiner Familie, über wenige hundert Meter, zeugen.

Auf den Brücken vieler Städte spielten sich im Hoch- und Spätmittelalter Szenen ab, die das soziale Gefüge entscheidend prägten. Städte brauchen Wasserzugang, und mit der raschen Urbanisierung entstanden insbesondere zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert auch neue Brücken, mitunter komplexe und kostspielige Steinkonstruktionen, die technisch an römisch-antike Vorbilder anknüpften und oft, wie Kirchenbauten, gemeinschaftlich finanziert wurden. Die Steinerne Brücke in Regensburg (1135) galt als Rechtsperson mit eigenem Siegel. Der Ponte Vecchio in Florenz (1345) wurde in einer perfekten Geometrie als ideale Stadt mit kommerzieller Bestimmung konzipiert. Die Prager Karlsbrücke (1357) diente mit ihrer Bildausstattung der Dynastie der Luxemburger, etwa bei Krönungsritualen. In Luzern wurde ein schlichter hölzerner Wehrgang (1365) zum städtischen Wahrzeichen.

Für die Sektion erwünscht sind Beiträge, die danach fragen, wie Brückenarchitektur städtische Vorstellungen und Erfahrungen materialisierte und bedingte, wie und warum Brücken abgebildet und bebildert wurden, und wie der Brückenalltag mittelalterlicher Städte die Kulturen des Nah- und Fernhandels prägte.

Sektion 10:
Spätmittelalterlicher Kirchenbau Europa: Zwischen Konkurrenz und Konformität
Sektionsleitung: Richard Nemec (Bern) und Gerald Schwedler (Zürich / ab Oktober Kiel)

Das spätmittelalterliche Mitteleuropa lässt sich nicht ohne das strukturell-konstitutive Phänomen des Kirchenbaus verstehen. Seine gesellschaftliche Verankerung machte ihn zum Träger der kulturellen, sozialen und sakramentalen Sinnstiftung. Auffallend ist, dass sich bis zum Eintritt der Reformation eine künstlerisch prägende Architektur mit kostspieliger Bauweise, Ausstattung und Formensprache entwickelte. Fakt ist zudem, dass diese Bauweise oft während ihres Verlaufs immer teurer wurde, wodurch eine Fertigstellung der Bauprojekte oft verhindert wurde. Doch wie sind diese Durchlässigkeit sowie die Höhepunkte und Tiefen einer spätmittelalterlichen Gesellschaft zu deuten? Im Zentrum der Sektion steht das wissenschaftliche Bemühen, solche kulturhistorischen Phänomene zu erforschen.

Von der These ausgehend, dass das lateinische Europa u.a. durch die Synchronisierung von Netzwerken formiert wurde, möchten wir zweierlei Konformitäten untersuchen: Einmal die Konformität im Bereich der gebauten Kultur und zum anderen diejenige der Finanzierungspraktiken, die damit einherging. Dabei standen sich beide Bereiche in einem Polarisierungsverhältnis gegenüber. Die jeweiligen Partizipanten der partikulären spätmittelalterlichen Gesellschaft müssen daher, so die Schlussfolgerung, auch konforme Visualisierungsstrategien verfolgt haben. Dennoch rief dies kompetitive Handlungen hervor, an denen sich sowohl die Kirchenfabriken als auch die von ihnen bezahlten Künstler und Handwerker aktiv beteiligten.

Wenn in der vorgeschlagenen Sektion der Fokus auf die damit einhergehenden Gestaltungsprozesse sowie -kontexte und die Arten der Baufinanzierung gerichtet wird, möchten wir hiermit eine entscheidende Einflussgröße in der Planung und Ausführung mittelalterlicher Profan- und Sakralarchitektur charakterisieren: die sozio-ökonomische Seite als einen der formbestimmenden Aspekte eines umfassenden gesellschaftlichen Prozesses. In einem interdisziplinären Ansatz werden neben den ausgewählten Beispielen aus Bern (Führungen vor Ort können angeboten werden) und generell der heutigen Schweiz auch weitere relevante Projekte aus dem Gebiet des mittelalterlichen Reichs aufgegriffen.

Sektion 11:
Dinge im Ritual. Artefakte als Speicher und Agenten sozialer Interaktion
Sektionsleitung: Kirsten Lee Bierbaum und Susanne Wittekind (Köln)

Im Fokus der geplanten Sektion sollen Artefakte stehen, die im Kontext ritueller Handlungen eine besondere Aktivierung erfahren und dabei gleichzeitig übergeordnete Netzwerke temporär sichtbar und erfahrbar machen.

Artefakte werden auf vielfältige Weise in rituelle Handlungen integriert: indem sie den Körper der Handelnden schmücken, auszeichnen oder überformen, indem sie als Requisit einer Inszenierung dienen oder selbst Adressat der Handlung sind, indem sie als Zeichenträger personelle Beziehungen sichtbar machen oder über Vergangenheitsbezüge Erinnerung aktivieren. Erscheint das Artefakt zunächst ganz auf das gegenwärtig stattfindende Ritual und seine Teilnehmer bezogen, wo es bewegt, überreicht, angelegt, mitgeführt, präsentiert wird, erweist es sich dabei auf den zweiten Blick als eine komplexe „Verknäuelung“ materieller, räumlicher, zeitlicher und sozialer Dimensionen, die weit über die unmittelbare „performance“ hinausgehen. So spielt die Geschichte der verwendeten Gegenstände  eine wichtige Rolle, etwa wenn es sich um eine herrschaftliche oder päpstliche Stiftung oder eine Reliquie handelt, mit der ein Schutzverhältnis aufgerufen wird, oder wenn eine Trophäe oder ein historisches Relikt auf ein identitätsstiftendes Ereignis, etwa eine Schlacht oder einen Gründungmythos verweist. Das Objekt offenbart sich als Speicher von Erinnerung, die durch das Ritual temporär freigegeben wird. Auch geographische Bezüge können Artefakten inhärent sein, wenn etwa Spolien entfernter Territorien oder geplünderter Städte einen ausgedehnten Machtbereich in ein handliches Objekt bannen oder wenn ein entfernt lebender Stifter über den Gegenstand in das Ritual integriert oder sogar in Form eines „Rollenspiels“ zum Mithandelnden gemacht wird. Als Insignien oder Amtszeichen helfen die Objekte einen personalen Körper in einen Amtskörper umzuformen. Sie verleihen ihrem Träger überzeitliche wie transpersonale Eigenschaften und nehmen damit eine aktive Rolle im prozessualen Geschehen ein.

Walter Benjamin weist auf die Einbettung von Kunstwerken in Kult und Ritual hin (Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, 1935). Im Sinne von Émile Durkheim (Die elementaren Formen des religiösen Lebens, 1912) werden die Objekte dabei gleichermaßen als Verkörperungen, Speicher und Quelle einer verbindenden, gemeinschaftsbezogenen Kraft wahrgenommen, die sie in der rituellen Kollektivhandlung wieder freisetzen. Dagegen versteht Alfred Gell solche Artefakte in seiner anthropologischen Kunsttheorie (Art and Agency, 1998) als „Nexus“ und Kristallisationspunkt sozialer Beziehungen, der sogar einen personalen Handlungsträger ersetzen und eigene „Agency“ entwickeln kann.

Inwiefern solche Konzepte kunsthistorisch fruchtbar gemacht werden können, ist eine der Kernfragen der geplanten Sektion. Darüber hinaus sollen die Objekte einerseits in ihrer Materialität, ihrer ikonographischen, ornamentalen und / oder narrativen Ausgestaltung, in ihrer Funktion und Performativität betrachtet werden, andererseits in ihrer handlungs- und körperbezogenen Einbindung als interpersonales Verbindungsglied, sowie schließlich in ihrer Verknüpfung mit übergeordneten Zeitschichten und Netzwerken. Mögliche Objektkategorien wären liturgisches Gerät, Insignien/ Amtszeichen, Paramente, Militaria, Schatzkunst, Votive, Wappen oder Artefakte aus dem Bestattungskontext.

Mögliche Themenfelder wären:

  • Artefakte, die durch Rituale eine besondere Aktivierung erfahren
  • Objekte, die erst in einer späteren Phase durch rituelle Rahmung eine Neudeutung erfahren
  • Objekte, die durch ihre Materialität oder ihre Herkunft auf entfernte Orte oder Gruppen verweisen
  • Objekte, die als Träger einer Erinnerung an ein Ereignis oder an einen Stifter verschiedene Zeitschichten miteinander verbinden oder zur Umdeutung der Vergangenheit beitragen
  • Artefakte, die im sozialen Gefüge eine aktive Rolle oder einen personellen Charakter einnehmen
  • Kleidung, die den Körper ihres Trägers im Ritual transformiert
  • theoretische Stellungnahmen, die sich zur Bedeutung von Artefakten für soziale Interaktionen äußern

Sektion 12:
Fels – Höhle – Kirche. Formierung naturgebundener Sakralräume im Mittelalter
Sektionsleitung: Kristin Böse (Frankfurt), Markus Späth (Gießen)

Gebirgslandschaften und exponierte Anhöhen haben in vielen Religionen eine enorme Anziehungskraft auf jene, die Lebensformen asketischer Einkehr bevorzugen. Für das christliche Mittelalter haben bislang vor allem die orthodoxen Höhlenklöster von Kappadokien bis in den südlichen Balkan Aufmerksamkeit erfahren. Doch auch im lateinischen Europa sind mit Felsformationen ‚verwachsene‘ Sakralbauten erhalten, deren Nukleus häufig eine retrospektiv als heiliger Ort verehrte, mit Legenden um hier ansässige Eremiten oder Religiosengemeinschaften verbundene Höhle bildet. Die künstlerische Überformung von Natur generierte Heiligtümer, die als Schwelle zwischen innen und außen, Rückzug und Offenbarung, Natur und Kultur in Erscheinung treten. Dabei bildet sich das Verhältnis von Natur und Kultur zum einen äußerlich ab, erkennbar an der exponierten Lage der Sakralbauten. Zum anderen stellen die entstanden Anlagen selbst komplexe, verschachtelte Sakraltopographien dar, die es in kultischen Zusammenhängen nicht nur mit dem Blick zu ergründen, sondern durch Bewegung körperlich zu erfahren galt.

Die Sektion verfolgt das Ziel, mit ihren Beiträgen die unter Begriffen wie ‚Felsen- und Höhlenkirche‘ firmierenden mittelalterlichen Sakralräume auf ihren hybriden Charakter als durch Architektur, bauplastische sowie malerische Ausstattung überformte Naturräume zu untersuchen. Wir wünschen uns Beiträge, die u.a. thematisieren

  • auf welche Weise Konzepte von Sakralräumlichkeit auf die Natur appliziert wurden;
  • wie zugleich umgekehrt natürliche Gegebenheiten wie Felsen und Höhlen und die mit ihnen verbundenen mythischen und biblischen Vorstellungen Einfluss auf die Gestaltung nahmen;
  • wie sich in diesen naturgebundenen Sakralräumen das Verhältnis von Reklusion und gleichzeitiger topographischer Auszeichnung künstlerisch manifestiert.

Zur Diskussion steht folglich, wie in der Architektur und Ausstattung mittelalterlicher Fels- und Höhlenkirchen mit den naturgegebenen Bedingungen umgegangen wurde und wie diese Auseinandersetzung nicht zuletzt eine (menschengemachte) ‚Gebirgslandschaft‘ formierte, die bis heute vielerorts als topographisch und geographisch distinkt wahrgenommen wird. Es ist dabei dezidiertes Anliegen, in der Sektion gleichermaßen Beispiele aus dem lateinischen Westen mit solchen aus dem byzantinischen Osten in einen fruchtbaren kunsthistorischen Austausch zu bringen.

Sektion 13:
Passagen unterbrochen? Ablehnung und Transformation von Objekten im Mittelalter
Sektionsleitung: Pierre Alain Mariaux (Neuchâtel), Michele Tomasi (Lausanne)

Oft entfaltet sich die mittelalterliche Kunstgeschichte als eine kontinuierliche Erzählung, ohne Brüche und Kanten, als eine Geschichte von Herkunft und Abstammung. Die Rezeptionsgeschichte liefert aber auch Informationen über unterbrochene Passagen, die eine solche kohärente Historiographie untergraben. Jüngste Studien haben eindringlich gezeigt, wie reisende Kunstwerke ikonographisches, technisches, stilistisches Wissen verbreiten können. Aber was ist mit den Fällen, in denen das transferierte Objekt, nicht ohne Vorbehalt begrüßt, assimiliert, oder bewundert wird, sondern Unbehagen, Unverständnis, sogar Ablehnung hervorruft? Vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten ein Objekt in einem neuen Kontext zu platzieren, sind gerade Widerstand, Ablehnung oder verweigerte Transformation als Phänomene für den Zustand der beteiligten Kulturen und ihre Möglichkeiten der Interaktion und des Austauschs höchst aufschlussreich.

Die Sektionsleiter laden zur Einsendung von Vorschlägen über die Ablehnung oder Verwandlung von Objekten der verschiedensten Techniken im Bereich des gesamten Mittelalters ein. Ihnen ist es wichtig, diese kritische Rezeption im Zusammenhang mit dem Objekttransfer zu beobachten, sei es in Raum oder Zeit. Reflexionen über die materiellen Spuren der Manipulation und Adaption von Objekten sind ebenso willkommen wie solche, die diese Phänomene aus schriftlichen Quellen herausarbeiten. Der Widerstand gegenüber Kunstwerken und Objekten, der durch Form, Typologie, Material, Ikonographie oder andere Aspekte der Erscheinung der Objekte hervorgerufen wird, fällt ebenso in den Interessenbereich der Sektion wie Gründe des Geschmacks, der Politik, der Religion, der Kultur, die eine Ablehnung, Transformation oder Destruktion erklären helfen. Vorschläge über Beispiele die einen Bezug zur Schweiz haben wären besonders willkommen.

Sektion 14:
Schatzkammer Alpenraum. Zwischen weitreichender Verflechtung und Abgeschiedenheit
Sektionsleitung:  Regula Schorta, Evelin Wetter und Michael Peter (Riggisberg)

In abgelegenen Tälern und urbanen Zentren des Alpenraums haben sich, weitab von den europäischen Grossstädten, erstaunliche Schätze erhalten – Zeit- oder Raumkapseln gleich. Sie zeugen zum einen von der strategischen und geopolitischen Bedeutung, die den Tälern und Pässen als entscheidenden Bestandteilen grossräumiger Netzwerke zukam, und zum anderen von der Abgelegenheit, die die Konservierung historischer Augenblicke, Situationen und Gegenstände ermöglichte.

Brigitta Schmedding hat zu Beginn der 1970er Jahre den Bestand an mittelalterlichen Textilien in Kirchen und Klöstern der Schweiz katalogisiert und dabei die jeweilige spezifische Bedingtheit der einzelnen Orte, an denen die Artefakte erhalten geblieben sind, knapp angesprochen. Auf ihrer Pionierarbeit aufbauend möchte die Sektion die Überlieferungszusammenhänge stärker in den Blick nehmen und noch pointierter nach den Gründen für die Ankunft und den Verbleib, oder für die Entstehung textiler Kunstwerke und Objektgruppen im Alpenraum fragen, und nach der Rolle, die die geographische Lage mit all ihren Konsequenzen dabei gespielt hat. Erwünscht sind Referatsvorschläge, die Textilien aus der Schweiz oder dem benachbarten Alpenraum ins Zentrum stellen, deren Kontextualisierung nicht zur zum besseren Verständnis des textilen Gegenstandes, sondern umgekehrt auch zur Erhellung der historischen Situation und Gedankenwelt ihrer Überlieferungsregion beitragen kann.

Sektion 15:
Walter Benjamin und das Mittelalter
Sektionsleitung: William Diebold (Portland, Oregon) und Christopher Lakey (Baltimore, MD)
Sponsored Session International Center of Medieval Art – ICMA

In „Der simulierte Benjamin: Mittelalterliche Bemerkungen zu seiner Aktualität” argumentierte Horst Bredekamp vor sechsundzwanzig Jahren überzeugend, dass Walter Benjamins berühmte These des Verlusts der Aura eines Kunstwerkes durch dessen Reproduktion, nicht für die mittelalterliche Kunst gelte. Vielmehr sei die Wechselbeziehung zwischen Reproduktion und Aura genau umgekehrt von dem, was Benjamin in „ Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ behaupte. Ungeachtet Bredekamps einstiger Bedenken sind Benjamins Popularität und Prävalenz in historischen und kulturhistorischen Untersuchungen, einschließlich denen über das Mittelalter, weiter gestiegen.

Hinsichtlich mittelalterlicher Kultbilder und Reliquien mag Bredekamps Einwand wohlbegründet sein. Doch in seinem Essay über „Das Kunstwerk“ war Benjamin sehr viel mehr an nicht kultischen Werken der Gotik interessiert, besonders an Kathedralen und deren skulpturalen Schmuck. Warum, und was bedeutet dies für die Gültigkeit Benjamins These bezüglich der mittelalterlichen Kunst? Ziel der Sektion ist es, die Frage nach Benjamin und dem Mittelalter neu zu untersuchen, um zu verstehen, warum die Kunst und Architektur der Gotik eine so große Rolle in seinem Denken spielten. Mögliche Themenfelder sind Vorträge, die sich mit jeglichem Aspekt von Benjamins Schriften über das Mittelalter beschäftigen (eingeschlossen Korrespondenzen, Essays jenseits von „Das Kunstwerk…“ etc.), sein Werk vor dem größeren politischem Hintergrund der Zeit zwischen den Weltkriegen beleuchten bzw. sein Schreiben innerhalb einer breiteren Historiographie der Kunstgeschichte der Zeit verorten, sowie Beiträge, die sich mit dem Nutzen von Benjamins Ideen hinsichtlich der aktuellen Mittelalterforschung beschäftigen.

Dank der großzügigen Förderung der Kress Foundation werden die Reisekosten der Sprecher in ICMA gesponserten Sektionen teilfinanziert. Übernommen werden nur Reise- und Hotelkosten. Für Sprecher in ICMA gesponserten Sektionen werden innereuropäische Flugkosten bis zu $600 und transatlantische Flüge bis $1200 übernommen. Die Rückerstattung erfolgt nach der Konferenz und der Vorlage der Belege.

Sektion 16:
Diesseits und jenseits der Karpaten
Sektionsleitung: Jiří Fajt (Prag) Christian Forster und Markus Hörsch (Leipzig)
Sponsored session Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), Leipzig

Im Norden, Osten und teils im Süden umschlossen die Karpaten das mittelalterliche Königreich Ungarn und bildeten lange Zeit seine natürliche Grenze. Passstraßen ermöglichten den Handel mit den Nachbarn, dienten den Heeren expansiver Könige zum Aufmarsch und führten Invasoren ins Land. Zwischen Siebenbürgen und den Fürstentümern Walachei und Moldau, zwischen Oberungarn (Slowakei), Polen und dem Fürstentum Halytsch-Wolodymyr muss es über ökonomische und militärische Kontakte hinaus auch kulturellen Austausch gegeben haben, der häufig zugleich interkonfessioneller (römisch-katholisch / orthodox) oder interreligiöser (Christentum / Judentum) Natur war.

Die Sektion will Beiträge versammeln, die auf der einen Seite diese binneneuropäische Grenze in ihrer Ausprägung und Wirkung als mentale Barriere, auf der anderen den transkarpatischen Kulturtransfer in Architektur und Bildenden Künsten exemplarisch oder über einen längeren Zeitraum hinweg untersuchen. Besonderes Augenmerk sollte sich auf Künstlerwanderungen zwischen Buda und Krakau, zwischen der Zips und Kleinpolen richten, und dies nicht nur während der Herrschaft Ludwigs I., der von 1370 bis 1382 ungarischer und polnischer König war. Erbeten werden auch Beispiele für unilaterale Formen der Kulturübertragung, die mit Eroberung, katholischer Mission oder Migration von Bevölkerungsgruppen einhergingen.

Sektion 17:
Ponti et passages. Vernetzte Systeme in alpinen Räumen
Sektionsleitung: Armand Baeriswyl und Bernd Nicolai (Bern)

Die Infrastruktur in den Alpenräumen veränderte sich im Mittelalter grundlegend. Teils unter Nutzung antiker Strukturen entstanden Bauten, die dem Reisen, Transport, der Rast und Bewirtung oder dem Kult dienten. Eines der grossen alpinen Neubauprojekte nach 1200 war die Gotthardlinie, die eine Verkürzung der Reisezeit nach sich zog. Die Passage der Schöllenenschlucht mit Teufelsbrücke sowie das Gotthardhospitz oder die weit ältere Passage über den Grossen St. Bernhard bildeten ein vernetztes Ensemble unterschiedlicher Bautypen. Kapellen am Wegesrand spiegelten die spezifische Kultsituationen in den Alpen wider. Hinzukommt als weiteres Themengebiet die wirtschaftliche und klimatische Situation mit ihren Auswirkungen auf die Besiedlung oder Erschliessung.

Unter dem Aspekt von Transfer, Interaktion und Aneignung suchen wir aktuelle kulturgeschichtliche, archäologische sowie architektur- und kunstgeschichtliche Beiträge aus dem Alpen-, Pyrenäen- oder Karpatenraum oder darüber zu

  • Strassen, Brücken, Transportmitteln
  • Alpwirtschaft und Wüstungen
  • Hospizen, Kapellen und Klöstern
  • Wegkreuzen und anderen Objekten
  • Reisebeschreibungen oder künstlerische Aneignungen der Bergwelt
  • Klima und dessen Veränderung
  • Persönlicher Ausrüstung der Reisenden

Sektion 18:
Art and Crisis in the Late Byzantine Mediterranean
Sektionsleitung: Ivan Drpić (University of Pennsylvania) und Stefania Gerevini (Bocconi University)
Sponsored session The Mary Jaharis Center for Byzantine Art and Culture, Boston

Die Sektion untersucht die Rolle der bildenden Kunst in der Manifestierung, Bewerkstelligung und Herbeiführung von Veränderungen und Verunsicherungen im spätbyzantinischen Mittelmeerraum und fragt gleichwohl umgekehrt, inwieweit die Perzeption von Unsicherheit und Instabilität die Art des Herstellungsprozesses sowie das Verständnis und die Wahrnehmung von Kunst geprägt (? informed) haben.

Die Sektion stellt das Denkbild der Krise in den Vordergrund. Wissenschaftler haben diesen Begriff gewöhnlich in einem negativen Sinn verwendet, um Zeiten von politischen Unruhen, sozialer Spaltung, Wirtschaftsdepression, Pandemie und Kriegsführung zu kennzeichnen. In kunsthistorischen Diskursen ist der Begriff der Krise wiederholt zur Kennzeichnung von Phasen des künstlerischen und kulturellen Niedergangs – und somit in Abgrenzung von künstlerischen Höhepunkten ­– bemüht worden. Im Griechischen umfasst krisis (κρίσις) jedoch ein anderes semantisches Gebiet: In seiner ursprünglichen Bedeutung referiert der Terminus auf Prozesse der Entscheidungsfindung, der Selektion und des Urteilsvermögens, auf Situationen, die einen Disput und eine Beurteilung erfordern. Diese eher neutrale semantische Färbung ist beispielsweise in der Konzeptualisierung von byzantinischen Weltgerichten sowie in rhetorischen Theorien und Medizindiskursen bezeugt. Inwieweit bietet der auf diese Weise neu definierte Begriff der Krise ein wertvolles konzeptuelles Instrument, um die künstlerische Vielfalt und den Erfindungsreichtum des spätbyzantinischen Mittelmeerraums zu erforschen?

Die Sektion heißt Beiträge willkommen, die aus verschiedenen methodologischen Blickwinkeln untersuchen, inwieweit Bilder, Artefakte und Gebäude Momente der politischen, religiösen und sozialen Unruhen im spätbyzantinischen Mittelmeerraum erfassen und auf diese reagieren; wie wurden sie mobilisiert, um zu entschärfen, zu verbergen oder sogar um Krisen auszulösen. Und wie mögen andersherum die Wahrnehmung von Instabilität und Unterbrechung künstlerische Entscheidungen von individuellen und institutionellen Auftraggebern geprägt haben sowie die Art und Weise, wie Kunstwerke vom Betrachter gesehen und verstanden wurden.

Einsendeschluss: 31. Oktober 2018

Referatsvorschläge bis zu max. einer Seite sind zu senden an:
mail@mittelalterkongress.de

ENGLISH VERSION 

Session 1:
Into the Alps… The Mobility of altar pieces and workshops in the late Middle Ages
Session organisers: Barbara Schellewald, Heidrun Feldmann and Henriette Hofmann (Basel)

In the second half of the 15th century a construction boom characterized the Diocese of Chur, where a great number of churches was commissioned. It is a well known phenomenon that mostly Swabian workshops profited from these construction activities and produced many of the key pieces of the church furnishings. The Strigel family, with the artist Ivo Strigel leading the way, dominated the market since 1486. Scholarship has repeatedly addressed the latter not only as an artist but rather as an entrepreneur. However, fundamental questions concerning the described phenomenon have not received sufficient attention within the art historical debate. How, for example, do we have to imagine the relation between a local church and the transregional producers of its furnishing? What did commissioning processes look like, where were the objects produced and how were they distributed under the contemporary economic conditions? Which role did the reputation of the artist and his workshop play and what made Strigel and his workshop so attractive for commissioners from the Alpine regions in the 15th century? The specific needs of the donors might be recognized by looking at the wide range of artifacts. A tendency of standardization in the design of the altarpieces as well as more selected and sophisticated programs, and even the sometimes prominently displayed names of the artists, as it is the case for Ivo Strigel on the Calanca Altar, might be revealing in terms of the expectations of the commissioners. These practices of artistic self-presentation allow us also to address questions concerning the self-awareness of the executing artists and their workshops and how the relation between these two was conceived.

The great number of mural paintings in the region of Chur dating from the 13th century shows that the employment of foreign workshops has a long tradition in the Alpine world. The aim of the section is to further deepen our understanding of this phenomenon not only by discussing the works themselves but also by investigating the “logistics” behind their production, possibly also in comparison to the production processes and commissioning practices in other regions and periods.

Session 2:
Bridges to Transcendence: Medieval Artworks within Processes of Transfer between Earthly and Heavenly Spheres
Session organisers: David Ganz, Sophie Schweinfurth and Katharina Theil (Zürich)

Regarding processes of transfer in medieval art, the modes and forms of communication between earthly and heavenly space are of special interest. The panel points to artworks as media of transfer within the medieval concept of a vertical communication by which man and God interact. Basically, every donation of an artwork to a holy or divine person can be considered as attempt to establish a relationship with the transcendent realm by means of the material object and the spiritual subject which it represents. The panel aims at analysing the different strategies which medieval artists employed to foster this precarious act of communication. Accordingly, the following questions seem to be of special relevance: Which concepts of transfer come into play when artworks are used as objects of donation to the divine? Which particular strategies of initiating and/or perpetuating the process of transfer can we observe? Which conceptual and visual structures dominate a certain presentation of religious artworks and their donation? For a systematic discussion of these issues, we welcome papers that enlarge the art-historical perspective by introducing theoretical approaches, such as concepts of gift and offering, actor-network theory, or studies in material religion.

Session 3:
Rhein und Maas: Art and Culture across Rivers and Regions
Session organisers: Shirin Fozi (Pittsburgh) and Joanna Olchawa (Frankfurt am Main)

This session will focus on objects that were presented in the 1972 exhibition ‘Rhein und Maas: Kunst und Kultur, 800–1400’ in Cologne and Brussels, and question how they might be fruitfully reevaluated – nearly fifty years later – in light of current scholarship on transregional mobility and exchange. The exhibition, which included nearly four hundred Rhenish and Mosan objects with highlights like the Ardennes Cross, the baptismal font of Rainer of Huy, and the Marian shrine of Nicholas of Verdun, showcased the artistic interactions and shared cultural identity that existed in the regions bound together by the Rhine and Meuse rivers, located today at the convergence of Belgium, Germany, and the Netherlands. Although the topic has never lost its currency, the study of such interactions has come to require interdisciplinary analysis in increasingly expansive and non-linear terms. Such multilateral approaches put questions about transmission and mediation in a central position: on the one hand, mountain ranges like the Alps and the Pyrenees, and great rivers like the Danube and the Dnieper, are not merely understood as borders but also seen as pathways that united disparate centers; on the other hand, the roads and bridges that spanned them were not only connectors, but also barriers that facilitated the collection of tolls – significant sums which were, at times, paid with valuable objects.

Against this background, this session invites papers that situate objects from ‘Rhein und Maas’ in relation to transcultural integration. Papers that turn to stylistic problems, patronage, collecting (whether medieval or modern), or concepts of ‘localization’ and ‘attribution’ (particularly as it relates to distinctions between ‘Rhenish’ and ‘Mosan’ art, and the presumed ‘quality’ of each) are particularly welcome. The organizers also envisage this session as an opportunity to consider the historiographic impact of the original ‘Rhein und Maas’ exhibition, which has been overshadowed in many ways by other ‘blockbuster’ exhibitions from the 1970s, such as ‘Die Zeit der Staufer’ (1977), and to renew attention to its themes in light of current scholarship. Above all, this session will highlight relationships between objects and geographies, and reconsider how a region defined by two rivers fits within the fluid borders of medieval art history today.

Session 4:
Bridging Times and Spaces: Sharing Medieval Heritage in a Globalized World
Session organisers: Barbara Welzel and Katharina Christa Schüppel (Dortmund)

Sharing medieval cultural heritage means bridging times and spaces. The histories of medieval objects are often complex: they connect artworks, people, and places. They also tell us about travels, fragmentation, gift-giving, neglect and rediscovery, as well as and re-activation and shifting contexts. Consequently, telling the story of a medieval artwork not only means to bridge a real or imagined cultural gap – between “us” and the medieval “other” – but it also means to reconstruct the object’s way through time and space.

Whose heritage is medieval heritage? Why does it matter today, for the culturally diverse, perpetually changing heritage communities throughout the world? The session aims to foster exchange between art historical research and education. We welcome papers that explore new art historical approaches to medieval material culture – within both research and education – in the context of transcultural, multi-religious societies. We are especially interested in reflections on the role of the museum as space of learning. The session is open to contributions from all medieval art histories (European, Byzantine, Asian, Islamic e.g.) and from related disciplines. Paper proposals can be submitted in English, French, Italian and German.

Session 5:
Travelling with objects and texts
Session organisers: Romina Ebenhöch and Kathrin Chlench-Priber (Bern)

The alps, a central passage point between north and south, structured and dominated a wide range of networks, with medieval travelers as acteurs of transfers with various means and aims.

Whether a merchant on the way to the East or Italy, a pilgrim to Jerusalem or Rome, or a herald or legate of nobility or clergy, all had to overcome the traverse of the alps and handle its strains and risks.

The evolving need for safe travel, arrival and return is reflected through travelers’ taking of small-scale and portable objects.

Objects of this kind were not only able to assure protection on travels, but could also have functioned as portable media for private devotion or become a material storage of a memory, which was closely connected to the travel itself. For example, in the case of a pilgrimage, the travel itself was a means of salvation, which was further conserved through pilgrims’ objects.

Examples for such objects can be:

Containers or pieces of jewellery which provide space for images, texts, precious stones or other substances and materials with ascribed apotropaic properties
Devotional texts, -images, and -objects with which travelers could seek access to salvation
Pilgrims‘ badges
Relics

This interdisciplinary session wants to focus on mobile, small-scale objects in their diverse manifestations that travelers in the alpine region could have carried with them.

We welcome contributions dedicated to such objects and their multilayered functions. We especially ecourage contributions on objects, texts, and/or images that have finished their own travels in the alpine region and are nowadays part of Swiss collections.

Session 6:
Urbi et Orbi: Rome, the City on the Seven Hills: Internal Dynamics and Universalist Ambitions (1050–1306)
Session organisers: Giorgia Pollio, Almuth Klein and Daniela Mondini (Mendrisio)

As heir to an empire, seat of the universal institution of the papacy, and mecca for pilgrims from the entire Christian world, Rome provides a privileged vantage point from which to study the movement and reception of works of art and artists from elsewhere, near and far. At the same time, Rome itself was broken up by the decreasing number of viable bridges over the Tiber and the maculated distribution of its population, with dispersed concentrations separated by hills rising over marshy valleys, which favored discontinuous and unstable interrelationships.

The long period between 1050, the onset of the so-called Gregorian Reform, and the transfer of the papal court to Avignon at the beginning of the fourteenth century saw an intensification of these tendencies. The Curia became progressively more international; within the city the noble classes became concentrated first in great clans and then in baronial families installed in residential fortifications; and even in Rome the Commune asserted itself, becoming an intrusive third term in the previous dialectic of papacy and empire.

Amid the bounty of research devoted to the post-classical chapters of Rome’s history, Swiss contributions have stood out since the pioneering studies of Paul Styger in the twentieth century. For the topic proposed here, the work of Peter Cornelius Claussen, originator of the ongoing project Die Kirchen der Stadt Rom im Mittelalter, promoted by the Università della Svizzera italiana in Mendrisio and the University of Zürich with the financial support of the Swiss National Science Foundation, is fundamental. Work on the complementary Corpus della pittura medievale a Roma, conducted at the University of Lausanne together with Tuscia University in Viterbo, also is nearing completion.

On the basis of this copious new research, we propose a deeper and more detailed study of these issues:

the differing responses – reception, resistance, rejection – to foreign works of art or artists;

the possibility of distinguishing degrees of appreciation and awareness on the part of patrons and artists, from passive acceptance of an exotic visual vocabulary to deliberate preference, and at the latter extreme whether on the grounds of personal taste or ideology;

the existence or not of artistic and/or architectural typologies peculiar to regions (rioni) within the city; that is, whether there was a prevailing artistic homogeneity or fractionalization, and in the latter case the possible reasons for it (rivalry, emulation, competition).

Session 7:
Mobility of master masons, transfer of ideas, and conflicts in the later medieval civil engineering
Session organiser: Jens Rüffer (Berlin)

The German-speaking areas of the late Middle Ages were home to four prominent and transregional masons’ lodges—Vienna, Prague, Regensburg, and Strasbourg—which, though spread across a wide area, also acted as attraction points for skilled workers. Written sources concerning high medieval civil engineering are, however, rather sparse. Although names of master masons are passed down, to a large extent their biographies remain in the dark. In the 15th century, information becomes more dense, such that some master masons are not only known by their works can also be more accurately characterised by various written sources. To give a few examples of such famous workmen: the Ensinger family, Hans Niesenberger, Laurenz Spenning, Hans Puchsbaum, Andreas Engel, Jodok Dotzinger, Hans Hültz, Matthäus Böblinger, or Hans Nussdorf.

The focus of this panel is the mobility of master masons and the resulting transfer of ideas, which were not only spread by the person or magister operis, but also via the medium of scaled architectural drafts. Such drafts made it possible to spread innovative ideas across great distances, from overall structural concepts to small forms. With this transferral came also disputes about “proper” building and correct construction practices. For the late Middle Ages, we have information about legal disputes, the completion of contracts, the appropriate construction work, as well as concerning the organisational structures of building. Even the denunciation of competitors who wished to obtain the appointment as master mason are known. The very multifaceted material reveals much about the architectural thinking of that time, about the social roles of the leading workmen, as well as the organisational forms of civil engineering.

The geographical focus of the panel is on German-speaking areas and the following centers: the city of Vienna; the Bohemian region, including Prague and Kuttenberg; Saxony; southern Germany with Regensburg as its center; the Upper Rhine with the centers of Strasbourg, Basel, and Freiburg, well as the western part of Switzerland with the cities of Bern and Fribourg. The disputes about the building progression of the Cathedral of Milan are of interest as well, considering that master masons from north of the Alps gave their expertise. Temporally the session concentrates mainly on the 15th century.

Contributions are welcome which are based upon medieval primary sources, which analyse mobility, transfer of ideas, and conflicts as close as possible to the historical material, and which put the results in a wider historical or architectural context. The medieval sources can be of various kinds, ranging from charters, contracts, narrative documents. or legal disputes, to architectural drafts and drawings. The aim is to outline as many as possible different facets which may help to deepen our understanding of these late medieval building processes.

Session 8:
Georgia as a bridge between cultures: dynamics of artistic exchange
Session organisers: Manuela Studer and Thomas Kaffenberger (Fribourg)

The country of Georgia has long been identified as a key region for the study of medieval Art between occident and orient. Situated between the mountain ranges of the Greater and the Lesser Caucasus, several important roads lead through the territory, forming a bridge between the Black Sea and the Caspian Sea, between the area of river Don and the Eastern Mediterranean. As a result of this geographic location, the country was constantly exposed, in spite of its frequent characterization as a remote and isolated land, to contacts with both nearby cultures and such far-away realities as Palestine – where Georgians owned some important holy sites –, Cyprus, and Western Europe. Constant political changes, including relations to and occupations by the neighboring empires of Byzantium and the Seljuks, make the region a prime example for the investigation of the dynamics of artistic exchange during the medieval period. Furthermore, the country was house to countless linguistic and religious minorities, who played an important role as cultural intermediaries and developed their own cultural and artistic traditions.

Yet, the role played by Georgia as site of cultural interactions and as multicultural society has only attracted a more profound interest recently. In various respects, the ongoing unawareness of Georgian materials constitutes a basic obstacle to our deeper understanding of many cultural phenomena whose importance goes far beyond their specific manifestations in the Georgian context. The few available publications dealing with such issues from an art-historical viewpoint laid emphasis on the connections with Constantinople and described Georgia as a reflection of the ‘Byzantine oecumene’. The connection with Byzantium is indeed an important one, yet it is mostly characterized as a onedirectional ‘influence’ of the latter on the artistic production of the Georgian kingdom. Recently, the notion of ‘influence’ has been more and more rejected, rather underlining the validity of a concept of a dynamic cultural interchange between multiple actors.

A first step in re-approaching Georgian materials with an updated methodological framework has been made in May 2017 during the international workshop “Cultural Interactions in Medieval Georgia”, held in Fribourg (Switzerland). The aim of the proposed session is to explicitly create a platform for preferentially young scholars aspiring to continue in the way indicated above, enhancing our knowledge about the artistic interchange in medieval Georgia by embracing the notion of a dynamic cultural exchange.

Session 9:
The Bridge in the City. Passages, Images, Commerce, 12th to 14th Century
Session organiser: Philippe Cordez (Paris)
Sponsored session: Deutsches Forum für Kunstgeschichte, Paris

In 1254, Wilhelm von Rubruk reached Karakorum, the capital of the Mongol Empire, as directed by Louis IX. There he heard of a French goldsmith in the service of the Great Khan, Guillaume Boucher, who had a brother, Roger, on the „large bridge“ in Paris. Why the large bridge? Since Antiquity, the heart of Paris was constituted by the Ile de la Cité, with two bridges. The longer of them, on the right branch of the river, must have been a much visited place. It led to the royal palace and was where, under the direct supervision of the ruler, the goldsmiths’ and moneychangers’ shops were. These were important for both kingship and the city. Under the bridge, the skippers paid customs and there were also mills attached. On the bank, the bridge was defended by a fortress next to which the butchers were established. The fact that the goldsmith in Karakorum was called Boucher may bear witness to an earlier rise of his family across a few hundred meters.

On the bridges of many high and late medieval cities interactions took place that decisively shaped the social structure of the community. A city needs access to water, and with the rapid urbanization between the 12th and 14th centuries, new bridges arose – complex and costly stone structures related to ancient Roman models – as well as new church buildings, both of which were mostly financed by the community. The Stone Bridge in Regensburg (1135) was considered a legal entity with its own seal. The Ponte Vecchio in Florence (1345) was designed in perfect geometry, as an ideal city with commercial purpose. The Prague Charles Bridge (1357) served the dynasty of the Luxembourg, used for example in coronation rituals. In Lucerne even a simple wooden battlement (1365) became an urban landmark.

Contributions are encouraged which explore: how bridge architecture evoked and materialized urban ideas and experiences; how and why bridges were depicted and decorated; and how everyday life of and on bridges shaped cultures of trade near and far.

Session 10:
Building Churches in Late Medieval Europe: Between Competition and Compliance
Session organisers: Richard Nemec (Bern) und Gerald Schwedler (Zürich / Kiel)

Late medieval Central Europe cannot be understood without considering the structurally fundamental phenomenon of church building. Its anchoring within society made the act of building churches the bearer of cultural, social, and sacramental meanings. Before the onset of the Reformation, there developed an artistically oriented type of architecture with costly construction, fittings, and forms. Such constructions became increasingly expensive in the course of their realizations, thus often hindering completion. How, then, are these vulnerabilities, as well as the high and low points, to be interpreted in relationship to late medieval society? At the center of this section is the scientific effort to explore such cultural-historical phenomena.

Based on the theses that Latin Europe was formed, among other things, through the synchronizing of networks, we would like to examine two of such examples: first, the emerging conformity of building culture, and second, the accompanying practices of financing. Both realms stood opposite each other. The participants in a particular late medieval society must have, so the thesis goes, followed conforms of visual strategies. Yet such conformity also brought about competitive acts, in which the vestries as well as the artists and artisans they paid were actively involved.

The focus of this proposed session is on the process of designing buildings and its larger context, as well as means of financing, though we would like to distinguish a particular aspect of the planning and execution of medieval profane and sacred architecture: the socio-economic side as a decisive factor of a larger societal process. Through an interdisciplinary approach, various projects related to medieval buildings will be taken up, accompanied by chosen examples from Bern (guided tours could be offered on-site) and present-day Switzerland.

Session 11:
Things in Ritual: Artifacts as Repositories and Agents of Social Interaction
Session organisers: Kirsten Lee Bierbaum and Susanne Wittekind (Cologne)

At the focus of this proposed session are artifacts that experienced a particular kind of activation in the context of ritual use and, in the process, made superordinate networks temporarily visible and palpable.

Artifacts are integrated into ritual uses in various ways: they adorn, distinguish, or modify the body of the user; they are requisites of enactments or recipients of use; they serve as signifiers, making personal relationships visible, or activating memory through their relationship to the past. The artifact at first seems entirely connected to the present of the ritual taking place and its participants—it is moved, presented, laid down, carried, displayed—yet it proves on second glance to be a complex “entanglement” of material, spatial, temporal, and social dimensions that extend far beyond the immediacy of the “performance.” The invocation of history through used objects play also an important role. Through a relic or a donation by a ruler or pope, a dynamic of protection is called up. When trophy objects or historical remains are used for establishing a sense of identity, a battle or foundation myth is pointed to. The object reveals itself as a repository of memory, which is temporarily released through the ritual. Geographical relationships may also be intrinsic to artifacts. Spolia of distant territories or plundered cities pack an expanding sphere of influence into a handy object. An object can integrate an absent ruler into a ritual or even be used in a kind of “role play.” As insignias or signs of office, objects help to transform a personal body into a body politic of sorts. They give their wearer transtemporal and transpersonal qualities and play an active role in procedural events.

Walter Benjamin points to the embeddedness of artworks in cultic practices and rituals (The Work of Art in the Age of Mechanical Reproduction, 1935). According to Émile Durkheim (The Elementary Forms of Religious Life, 1912), objects are similarly interpreted as embodiments, repositories, and sources of an interconnecting and community-oriented force, which is then released through collective use. In contrast, Alfred Gell understands such artifacts in his anthropological art theory (Art and Agency, 1998) as the “nexus” and crystallization point of social relationships; they can even replace their enactor and develop their own “agency.”

One of the core questions of this planned session is to explore how such concepts can be made fruitful for Art History. One the one hand, objects will be considered for their materiality, their iconographical, ornamental, and narrative compositions, and their function and performativity. On the other hand, objects will be considered for their ability to form interpersonal connections through use and practice, as well as connections to overarching layers of time and networks. Possible categories of objects are liturgical devices, insignias and signs of office, paraments, militaria, treasury arts, votives, arms, or funerary artifacts.

Possible themes include:

Artifacts that experience a particular kind of activation through ritual
Objects that experience ritual framing or reinterpretation at later stages in their lives
Objects that refer to distant places or groups through their materiality or origin
Objects that bear memories of an event or founder and, in doing so, combine various layers of time or provide reinterpretations of the past
Artifacts that take on an active role or personal character in a social context
Ritual clothing that transforms the body of its wearer
Theoretical stances that elucidate potential meanings of artifacts within social interactions

Session 12:
Rock – cave – church. Shaping a natural sacred space in the Middle Ages
Session organisers: Kristin Böse (Frankfurt) and Markus Späth (Gießen)

Across many religions, mountainous landscapes and heights are attractive for those who choose an ascetic reclusion. Regarding the Christian Middle Ages, cave monasteries in the Byzantine east, such as in Cappadocia, or in the southern Balkans have so far received attention in art historical research. However, a number of sacred spaces evolving from rock formations have survived also in the Latin West. Their nucleus was usually a cave, which was often retrospectively venerated as a saintly place linked to a hermit or a community. Artistic transformation of nature created sacred spaces on the threshold between inside and outside, reclusion and exposure, nature and culture. Complex spaces and sacral topographies were created, which in the course of ritual events were experienced not only by looking and seeing, but also by moving physically through the space.

The session’s goal is therefore to examine medieval rock and cave churches as sacred spaces, which are shaped from nature by artistic intervention such as architecture, sculpture, or wall painting. We look forward to contributions which address:

how concepts of sacred space were applied onto nature
how natural realities of rocks and caves and their religious perception had an impact on the artistic design of such churches
how far the relation of reclusion and topographical presence was artistically manifested in such naturally bound sacred spaces.

It will be discussed how art and architecture of medieval cave and rock churches dealt with natural preconditions, and how these creative processes shaped a mountainous landscape, which is until today perceived as particular. It is the session’s wish to bring experts on the Latin west and the Byzantine east together in a fruitful discussion on this subject matter.

Session 13:
Interrupted passages? Rejection and transformation of objects in the Middle Ages
Session organisers: Pierre Alain Mariaux (Neuchâtel), Michele Tomasi (Lausanne)

Often the history of medieval art unfolds in a continuous narrative, without rupture or asperity, a story of origin and filiations. The study of receptions of art, however, informs us of interrupted passages and undermines the notion of a coherent historiography. Recent studies have shown with renewed vigor how works of art can be, when traveling, vectors of diffusion of iconographic, technical, stylistic knowledge. But what about cases where the object that is displaced is not welcomed smoothly, assimilated, admired, but instead arouses embarrassment, misunderstanding, or even refusal? The phenomena of resistance, rejection, or transformation aimed at making an object acceptable in a new context are all equally revealing of the nature of the cultures involved and of their possibilities of interaction and exchange.

We are soliciting proposals for papers on the refusal or transformation of objects of all kinds of forms throughout the Middle Ages. What is important to the organizers is to observe these reactions in connection with an object transfer, whether in space or in time. Reflections centered on material traces of manipulation and adaptation of objects will be just as welcome as those that illustrate these phenomena using written sources. Resistance to the form, typology, material, iconography, or any other aspect of the materiality of the objects, are all within the field of interest of the session. Also of interest are the reasons behind taste, political, religious, cultural which can explain rejections or manipulations. Proposals on instances related to Switzerland would be particularly welcome.

Session 14:
The Alpine Region as a Treasury. Between far-reaching interdependency and seclusion
Session organisers: Regula Schorta, Evelin Wetter, Michael Peter (Riggisberg)

In the remote valleys and populated centres of the Alpine Region, far away from the European metropolises, astonishing treasures have been preserved – in circumstances similar to time or space capsules. These treasures reflect, on one hand, the strategic and geopolitical importance attributed to the valleys and mountain passes as elements of vast networks, but they are also the results of the remoteness that enabled the preservation of historic moments, situations or objects.

In the early 1970es, Brigitta Schmedding catalogued the medieval textile holdings preserved in churches and monasteries in Switzerland, and she briefly discussed the specific conditions in each place where the works of art have been preserved. Based on her pioneering work, the panel would like to focus even more on preservation contexts and specifically explore the reasons why certain textile artefacts arrived, remained or were produced in the Alpine Region. What was the role of the unique geographic situation on these processes? We welcome contributions that deal with textiles from Switzerland and neighbouring regions. Their contextualization should contribute not only to a better understanding of the textile artefact itself, and should also serve to enlighten the historical situation as well as shed light on the cultural experiences of the people in these regions.

Session 15:
Walter Benjamin and the Middle Ages
Session organisers: William Diebold (Portland, Oregon) and Christopher Lakey (Baltimore, MD)
Sponsored session: International Center of Medieval Art – ICMA

Twenty-six years ago, in “Der simulierte Benjamin: Mittelalterliche Bemerkungen zu seiner Aktualität”, Horst Bredekamp persuasively argued that Walter Benjamin’s famous thesis that reproduction diminished the aura of a work of art did not apply to medieval art. Instead, according to Bredekamp, in the Middle Ages the correlation between reproduction and aura was precisely the inverse of what Benjamin posited in “The Work of Art in the Age of its Technological Reproducibility.” Despite Bredekamp’s historical scruples, Benjamin’s popularity and prevalence has only increased in all kinds of historical and cultural inquiry, including about the Middle Ages.

Bredekamp’s objection is likely well founded when it comes to medieval cult images and relics, but in his “Work of Art” essay Benjamin was far more interested in non-cultic works of Gothic art, especially cathedrals and their sculptural decorations. Why was this and what does it mean for the validity of Benjamin’s thesis in respect to medieval art? This session aims to reinvestigate the question of Benjamin and the Middle Ages to try to understand why Gothic art and architecture loomed so large in his imaginary. We welcome papers that take up any aspect of Benjamin’s writings on the Middle Ages (including correspondences, essays other than “The Work of Art …”, etc.), papers that contextualize Benjamin’s writings against the larger political backdrop of the inter-war period when he wrote or within that period’s larger historiography of art history, and papers that examine the utility of Benjamin’s ideas to the current study of medieval art.

Session 16:
Across the Carpathian Mountains
Session organisers: Jiří Fajt (Prag), Christian Forster and Markus Hörsch (Leipzig)
Sponsored session: Leibniz Institute for the History and Culture of Eastern Europe (GWZO), Leipzig

In the north, east and partly in the south, the Carpathian Mountains surrounded the medieval Kingdom of Hungary and formed its natural border for a long time. Pass roads allowed trade with the neighbors, they were used as deployment routes by expansive kings and led invaders into the country. Beyond economic and military contacts there must have been also cultural exchanges between Transylvania and the Principalities of Wallachia and Moldavia, between Upper Hungary (Slovakia), Poland and the Principality of Halych-Volodymyr, and if so, they were often of an interconfessional (Roman Catholic / Orthodox) or interreligious (Christianity / Judaism) nature.

This session wants to assemble contributions that would examine either the characteristics and effects of this inner-European border as a mental barrier, or any Transcarpathian cultural transfer in architecture and the fine arts, be it by example or over a longer period.

Particular attention should be paid to the migration of artists between Buda and Krakow, between Spiš and Lesser Poland, not only during the reign of Louis the Great, who was King of Hungary and Poland from 1370 to 1382. But papers on examples of unilateral forms of cultural transmission, associated with conquest, Catholic mission, or migration of population groups will also be welcome.

Session 17:
Bridges and Passages (Ponti et passages). Alpine networks
Session organisers: Armand Baeriswyl and Bernd Nicolai (Bern)

The Infrastructure of alpine regions changed significantly throughout the Middle Ages. Partly based on antique developments, a fabric of pathways facilitated travelling, transportation, rest, and restoration, as well as cult practices. One of the most important alpine projects around 1200 was the new St. Gotthard passage that shortened the time of travel. The passage of the Schollenen Gorge via the Devil’s Bridge and the Gotthard hospice, or the much older path over the Grand St. Bernard, formed a linked ensemble of different building types. Abbeys and chapels along the routes represented the specific cultic traditions in the Alps. Another topic of consideration are the economic and climatic conditions and its effects on settlement and infrastructure.

In our session we are looking for current cultural-historical, archaeological, architectural- and art historical contributions which consider aspects of transfer, interaction, and appropriation in the Alpine regions, as well as in the Carpathian mountains, Pyrenees, and beyond. Potential topics include:

Streets, bridges, and transportation tools
The Alpine economy, including also deserted villages and towns
Hospices, chapels, and abbeys
Crosses and other cult objects
Travel reports and other forms of literary and artistic appropriation
Climatic conditions and climatic change
Personal equipment of travelers

Session 18:
Art and Crisis in the Late Byzantine Mediterranean
Session organisers: Ivan Drpić (Philadelphia, PA) and Stefania Gerevini (Mailand)
Sponsored session: The Mary Jaharis Center for Byzantine Art and Culture, Boston

This session explores the role of the visual arts in manifesting, managing, and precipitating change and unsettlement in the late Byzantine Mediterranean; and conversely, how perceptions of uncertainty and instability informed the ways in which art was made, apprehended, and viewed in this world.

The session foregrounds the notion of crisis. Scholars have habitually used this term in a negative sense to denote periods of political unrest, social disruption, economic depression, pandemic, and warfare. In art historical discourse the notion of crisis has repeatedly been invoked to designate phases of artistic and cultural decline—the opposite of artistic “peaks.” In Greek, however, the term krisis (κρίσις) encompasses a different semantic territory; in its root meaning, the term refers to processes of decision-making, selection, and judgement, situations that call for dispute and adjudication. This more neutral semantic coloring is attested, for instance, in Byzantine conceptualizations of the Last Judgement, as well as in rhetorical theory and medical discourse. To what extent does the notion of crisis, thus redefined, offer a valuable conceptual tool to explore the artistic diversity and inventiveness of the late Byzantine Mediterranean?

This session welcomes papers that investigate, from different methodological angles, how images, artefacts, and buildings registered and responded to moments of political, religious, and social unsettlement in the late Byzantine Mediterranean; how they were mobilized to mitigate, conceal, or even trigger crises; and how, in turn, perceptions of instability and disruption may have informed artistic choices made by individual and institutional patrons, as well as the ways in which artworks were viewed and understood by their audiences.

Deadline: October 31, 2018

Please send your paper proposal of up to one page to:
mail@mittelalterkongress.de

Version français

Session 1
…dans les Alpes: Mobilité de retables et d’ateliers au moyen âge tardif
Direction de la session: Barbara Schellewald, Heidrun Feldmann & Henriette Hofmann, MA (Bâle)

C’est un phénomène bien connu que pendant un boom de construction d’églises dans l’évêché de Coire surtout les ateliers souabes ont pu profiter des commandes et ont été charger avec la fabrication d’équipements. Un exemple est la famille d’artistes Strigel qui dominait le marché à partir de 1486 avec Ivo Strigel de sorte que celui-ci est dans les recherches souvent définie comme entrepreneur. À présent, il semble que dans la recherche de l’histoire de l’art des questions fondamentales ont été oublier. Comment devons-nous imaginer les processus de commande, production et distribution sous ces conditions économiques et à quel point était une production conceptionnelle pour un lieu spécifique possible ? Qu’est-ce qu’était l’attractivité des objets faits par Strigel et son atelier pour les communes du Grison du 15eme siècle et comment ce succès s’est-il réalisé?

Des tendances de standardisation dans la réalisation des objets peuvent être éclairant de même en ce qui concerne les besoins de la clientèle et la signature éminente du maître d’œuvre, par exemple par Ivo Strigel sur l’autel de Calanca. À discuter est quelle importance la réputation du maître commençait à avoir pour l’adjudication des commandes et quelle valeur était attribuer à l’origine suprarégionale des objets, laquelle est également mentionnée dans l’inscription de l’autel de Calanca. Ainsi, l’accent est mis sur les pratiques de la propre mise en scène des fabricants de ces œuvres d’art, lesquelles nous permettaient en comparaison avec des autres médias de mieux comprendre la perception de soi des artistes et ateliers en ce temps-là.

La distribution d’artefacts et d’ateliers dans la région alpine et spécialement dans l’évêché de Coire se base sur une longue tradition comme le montre par exemple la production exubérante de peintures murales au 13eme siècle.

L’objectif de la session est de reprendre ce phénomène jusqu’à présent peu considéré dans les recherches. Souhaitées sont des contributions s’approchant de ce thème sous la considération des différentes instances d’agences et en comparaison avec les pratiques d’autres régions et époques.

Session 2
Ponts vers la transcendance : Les œuvres d’art médiévales dans les processus de transfert entre sphères terrestres et sphères célestes
Direction de la session: David Ganz, Sophie Schweinfurth et Katharina Theil (Zurich)

En ce qui concerne les processus de transfert dans l’art médiéval, il convient d’étudier une forme particulière d’échange : celle entre la sphère du monde ci-bas et les espaces imaginés de l’au-delà avec ses acteurs – bref, entre homme et Dieu. Pensé verticalement, cet axe de communication accorde un rôle primordial aux œuvres d’art médiévales en tant que moyens de transfert. Fondamentalement, chaque don d’une œuvre d’art à une personne sainte ou divine peut être considéré comme une tentative d’établir une relation avec le domaine transcendant au moyen de l’objet matériel mais aussi au moyen du travail et l’effort de conception artistique. Le panel vise à analyser les différentes stratégies employées par les artistes médiévaux afin de favoriser cet acte de communication précaire. En conséquence, les questions suivantes semblent revêtir une importance particulière : Quels concepts de transfert entrent en jeu lorsque des œuvres d’art sont utilisées comme objets de donation au divin ? Quelles stratégies particulières d’initiation et/ou de perpétuation du processus de transfert pouvons-nous observer ? Quelles structures conceptuelles et visuelles dominent la présentation des œuvres religieuses et de leur don ? Pour une discussion systématique de ces questions, nous encourageons des contributions qui élargissent la perspective d’histoire de l’art en y introduisant des approches théoriques telles que l’économie du don, la théorie « d’acteurs-réseaux » ou encore les études de religion matérielle.

Session 3:
RHEIN UND MAAS: Art et culture à travers des fleuves et régions
Direction de la session: Shirin Fozi (Pittsburgh), Joanna Olchawa (Francfort)

La session met l’accent sur des objets qui étaient présentés au publique lors de l’expostition “Rhein und Maas: Kunst und Kultur, 800−1400“ en 1972 à Cologne et Bruxelles, et sur la question de savoir  comment ces objets peuvent être interrogés aujourd’hui – presque cinquante ans plus tard – d’une manière nouvelle et fructueuse dans le cadre des recherches actuelles sur l’échange et la mobilité transrégional. L’exposition ayant présenté presque 400 objets de la région du Rhin et de la Meuse, dont des highlights tel que la croix des Ardennes, le baptistère de Reiner de Huy ou le l’autel à volets voué à la vierge Marie de Nicolas de Verdun, avait thématisé les interactions artistiques multiples et l’identité culturelle commune à l’intérieur de la région sise entre les deux fleuves, à l’intersection actuelle de la Belgique, de l’Allemagne et des Pays-Bas. Bien que le thème n’ait jamais perdu son actualité, les études de ces interactions exigent aujourd’hui des analyses interdisciplinaires avec des termes des plus en plus expansives et moins linéaires. Dans ces approches multilatérales, les voies concrètes et transmisions  ont une place centrale : d’une part, des chaînes de montagnes comme les Alpes ou les Pyrènes ou des fleuves comme la Meuse, le Danube et le Dniepr s’entendent moins comme limites, que  comme possibilités d’approcher de centres disparates ; de l’autre part, les routes et les ponts sur les fleuves ont fonctionné non seulement comme liens connecteurs, mais aussi comme des barrières qui facilitaient la collecte de péages – souvent des sommes signifiantes payé en la forme d’objets précieux.

Sur ce fond, la session invite à des contributions replaçant des objets montrés lors de l’exposition « Rhein und Maas » dans le cadre du processus actuel d’interconnections transculturelles. Des propositions sont bienvenues approfondissant des problèmes d’analyse de style, de patronage, de collections (médiévales ou contemporaines) ou de concepts de “localisation“ et d’“attribution“ (en   particulier en ce qui concerne la distinction entre l’art “rhénane“ et “de la région de la Meuse“ ainsi que dans le sens d’un jugement de qualité). Les organisatrices perçoivent cette session également comme opportunité de reconsidérer l’impact historiographique de l’exposition “Rhein und Maas“ qui a été mis à l’ombre par d’autres expositions majeures des années septante comme “Die Zeit der Staufer“ (1971), et de donner une nouvelle attention à ces thèmes eu égard aux tendances actuelles de la recherche. La session a surtout l’intention de mettre en lumière les relations entre des objets mobiliers et les géographies et de reconsidérer comment cette région, définie par ces deux fleuves s’intègre aux limites fluides de l’histoire de l’art médiévale de nos jours.

Session 4:
Surmonter le temps et lespace : Partager le patrimoine médiéval dans un monde globalisé
Direction de la session: Barbara Welzel et Christa Schüppel (Dortmund)

Partager le patrimoine culturel médiéval veut dire former un pont entre temps et espaces. Les histoires de ces objets sont souvent complexes : ils ne lient pas seulement des artefacts, peuples et lieux. Ils nous racontent également de voyages, de fragmentations, de pratiques de donation, de négligences et de ré-activation – souvent dans un autre et nouveau contexte. Ainsi raconter l’histoire d’un objet d’art médiéval est alors plus que de surmonter une différence culturelle réelle ou imaginaire – entre le “nous“ et “l’autre“ médiéval. C’est plutôt de reconstruire le chemin de l’objet à travers du temps et l’espace.

Mais à qui appartient cet héritage médiéval ? Quel est sa valeur aujourd’hui, pour la diversité des communautés d’héritage globales toujours changeantes partout dans le monde? La session vise l’objectif de créer un dialogue entre la recherche scientifique et l’éducation de l’histoire de l’art. Souhaités sont des contributions qui proposent des nouvelles approches – en recherche et en éducation – dans le domaine de l’héritage culturel médiéval dans les sociétés transculturelles et multireligieuses de notre époque. Nous nous intéressons spécialement au musée comme endroit d’étude. La session est non seulement ouverte à des contributions de toutes histoires de l’art (européen, byzantin, asiatique, islamique etc.) mais aussi à des disciplines voisines.  Les propositions peuvent être soumises en anglais, français, italien et allemand.

Session 5 :
Voyager avec des objets et textes
Direction de la session: Romina Ebenhöch und Kathrin Chlench-Priber (Bern)

Les alpes, point de passage centrale entre nord et sud, structuraient et dominaient un vaste réseau sur lequel le voyageur médiéval en tant qu’agent de transfert était en déplacement avec des ambitions les plus  différentes. Qu’il s’agisse d’un commerçant sur son chemin vers l’orient ou vers l’Italie, d’un pèlerin sur son chemin vers Jérusalem ou vers Rome, ou d’un héraut ou d’un envoyé de la noblesse ou du clergé, tous ont dû traverser les alpes et surmonter des risques et des dangers.

Le besoin d’un voyage, d’une arrivée et d’un retour sain et sauf s’est reflété dans le fait que le voyageur portait sur lui des petits objets destinés à l’assurer. Ces objets n’assuraient non seulement la protection des voyageurs, mais pouvaient aussi servir comme moyen de dévotion mobile et fonctionner comme dépositoire de mémoires liés au voyage. Ainsi, dans le cas d’un pèlerinage, si l’objectif du voyage en tant que tel était le salut de l’âme, les voyageurs ont tenté de surcroît de conserver.

Des exemples pour de tels objets peuvent être :

  • Des récipients ou des bijoux contenant des images, textes, pierres précieuses ou autres substances auxquels on attribue des effets apotropaïques
  • Des images, textes ou objets de dévotion par lesquels les voyageurs cherchent le salut divin protecteur
  • Des médailles de pèlerins
  • Des reliques

La session interdisciplinaire entend mettre l’accent sur des objets mobiles de petit format dans des formes diverses emmenés par les voyageurs à travers les alpes. Des contributions sont souhaitées qui sont vouées à cette genre d’objets et qui examinent leurs multiples fonctions. Particulièrement souhaitées sont des contributions sur des objets, textes et/ou images lesquelles ont fini leur voyage en Suisse et qui font aujourd’hui part de collections suisses.

Session 6 :
Urbi et Orbi : Rome, la ville des sept collines : Dynamiques internes et ambitions universalistes (1050-1306)
Direction de la session : Giorgia Pollio, Almuth Klein, Daniela Mondini (Mendrisio)

Comme héritière d’un empire, siège de l’institution universelle de la papauté et, avec les tombeaux des apôtres, un lieu de pèlerinage pour tout le monde chrétien, la ville de Rome constitue une plateforme privilégie pour les études de processus d’échanges culturelles. Au même temps, la réduction de ponts utilisables à travers le Tibre et le fait que la population était dispersée dans plusieurs agglomérations séparées par les collines et les bas-fonds marécageux, ont favorisé des relations instables et inconstantes entre les différentes régions de la cité (rioni).

Durant la longue période entre les premières réformes de l’église de 1050 et le transfert de la cour pontificale à Avignon à l’aube du 14eme siècle, on peut observer une croissance de ces phénomènes : la curie devient de plus en plus internationale ; les nobles de la cité forment d’abord des clans et plus tard des familles baronniales installées dans de fortifications résidentielles ; et – aussi à Rome – la Commune s’affirme et ainsi devient un point de friction dans la polarité entre la papauté et l’empire.

Les contributions suisses prennent, depuis les recherches innovatrices de Paul Styger, une place spéciale parmi la multitude des études de l’histoire post-antique de la ville éternelle. Pour les sujets proposés, le travail de Peter Cornelius Claussen, initiateur du projet courant Die Kirchen der Stadt Rom im Mittelalter de l’Università della Svizzera italiana à Mendrisio et l’Université de Zurich soutenu par le fonds national suisse, est fondamental. Au même temps s’achèvent les recherches du projet Corpus della pittura medievale de l’Université de Lausanne et l’Universtià della Tuscia à Viterbo. Basé sur les résultats de ces deux projets nous nous souhaitons des contributions sur les thèmes suivants :

les différentes réponses – réception, résistance, rejection – des artistes ou œuvres d’arts étrangers ;

la possibilité de distinguer différents dégrées d’appréciation et de conscience de la part des artistes et des patrons, de l’adaptation passive d’un vocabulaire «exotique» au choix conscient, motivé par l’idéologie ou le gout personnel ;

la présence ou l’absence de typologies artistiques et/ou architectoniques particulières pour chaque région (rioni) de la cité ; donc, que ce soit un développement artistique homogène ou un développement fragmenté et quelles pourraient être les raisons pour ceci (rivalité, imitation, compétition).

Session 7 :
Mobilité des maîtres d’œuvre et transfert d’idées dans le génie civil du Moyen Âge tardif
Direction de la session: Jens Rüffer (Berlin)

Les régions germanophones de Vienne, Prague, Ratisbonne et Strasbourg abritaient, à la fin du Moyen Âge, des loges de bâtisseurs majeures qui rayonnaient à un niveau suprarégional et, en conséquence, servaient de points d’attraction pour des travailleurs qualifiés. Les sources écrites concernant le génie civil du Haut Moyen Âge sont peu nombreuses. Bien que les noms des maîtres d’œuvre y soient souvent transmis, ceux-ci sont difficilement saisissables biographiquement. Au 15e siècle, l’information devient plus dense, de sorte que certains maîtres d’œuvre ne peuvent plus être identifiées par leurs réalisations uniquement, mais caractérisés de manière plus précise à travers diverses sources écrites. Parmi les grands noms, on peut citer la famille Ensinger, Hans Niesenberger, Laurenz Spenning, Hans Puchsbaum, Andreas Engel, Jodok Dotzinger, Hans Hültz, Matthäus Böblinger ou encore Hans Nussdorf.

L’accent de ce panel est mis sur la mobilité des maîtres d’œuvre et le transfert d’idées qui y est associé. Au-delà de la personne-même ou du magister operis, il convient également d’élaborer ces aspects par l’intermédiaire de ce médium devenu courant aujourd’hui, à savoir la réduction à l’échelle des plans d’architecture. En effet, c’est grâce à cette technique qu’il était devenu possible de diffuser des idées novatrices – de leur conception structurelle à leur petite forme individuelle – sur de longues distances. Avec ce transfert, il y a eu aussi des disputes à propos de la construction « correcte » ainsi que des différends à propos des pratiques de construction appropriées. Sont même transmises des dénonciations du concurrent afin de finalement pouvoir participer à la réalisation. Ce matériel divers révèle bien des aspects de la réflexion architecturale de l’époque, du rôle social des maîtres d’œuvre et des formes d’organisation du génie civil de l’époque.

La section met l’accent sur la zone géographique germanophone avec les centres suivants : la ville de Vienne, la région bohémienne avec Prague et Kuttenberg, la Saxe, le sud de l’Allemagne avec Ratisbonne comme centre, le Rhin supérieur avec Strasbourg, Bâle et Fribourg ainsi que la Suisse occidentale, à savoir les villes de Berne et de Fribourg. Les querelles sur la progression de la construction de la cathédrale de Milan sont pertinentes dans le sens où des maîtres d’œuvre du nord des alpes et qui travaillaient dans les centres susmentionnés livraient également leur expertise. L’accent sera mis sur le 15e siècle. Il est largement limité par deux événements historiques importants : le différend concernant la construction de la cathédrale de Milan (à partir des années 1390) et le Regensburger Hüttentag en 1459.

Sont recherchées des contributions qui partent d’une tradition concrète, basée sur des sources et qui analysent celles-ci en termes de mobilité, de transfert d’idées et de débats architecturaux afin de les placer dans leurs contextes d’histoire de l’architecture ou d’histoire de l’art plus vastes. Les sources peuvent être nombreuses et variées, allant d’actes, contrats et poursuites aux plans et dessins d’architecture. L’objectif consiste à élaborer autant de facettes différentes que possible, ce qui permet de mieux comprendre « l’image » des procès de transfert d’architecture à l’époque.

Session 8
La Géorgie comme pont entre différentes cultures : dynamiques de l’échange artistique
Direction de la session: Manuela Studer et Thomas Kaffenberger (Fribourg)

Depuis quelque temps le pays de la Géorgie a été identifiée comme région clef pour l’étude de l’art médiéval entre l’occident et l’orient. Située entre les chaines de montagnes du Grand et du Petit Caucase, plusieurs routes importantes traversent le territoire, formant un pont entre la Mer Noire et la Mer Caspienne, entre la région du fleuve Don et l’est de la Méditerranée. Un résultat de cette situation géographique est le fait que le pays était constamment exposé, contrairement à la fréquente caractérisation comme pays isolé et perdu, à des contacts avec des cultures avoisinantes ainsi qu’avec des cultures plus lointaines comme la Palestine – où les Grégoriens avait des importants lieux de culte – la Chypre ou l’Europe de l’ouest. Des changements politiques et des bouleversements perpétuels, ainsi que des relations avec et des occupations par les empires voisins des Seldjoukides et des Byzantins, on fait de ce pays un exemple type pour mener des investigations sur la dynamique des échanges interculturels du moyen-âge. En outre ce pays hébergeait des minorités linguistiques et religieuses qui jouaient un rôle important comme intermédiaires culturelles et qui développaient leurs propres traditions culturelles et artistiques.

Néanmoins, le rôle de la Géorgie en tant de lieu d’interactions culturelles et en tant de société multiculturelle n’a attiré l’intérêt scientifique que récemment. Sous plusieurs aspects l’ignorance du matériel géorgien pose un obstacle à la compréhension de nombreux phénomènes culturels dont la signification surpasse leur manifestation spécifique en Géorgie. Le peu de publications disponibles mettait l’accent sur les relations avec Constantinople et caractérisait la Géorgie comme reflet de “l’œkoumène byzantin“. Certes, le contact avec Constantinople était sans doute de grande importance, mais, en règle générale il est interprété comme ‘influence’ unilatérale de la capitole byzantine sur le territoire géorgien et sa production artistique. Ce concept de ‘l’influence’ se trouve de plus en plus controversé et se voit remplacé par l’accentuation d’un échange dynamique artistique et culturelle entre plusieurs acteurs.

Un premier pas vers une nouvelle approche du matériel géorgien avec une méthodologie actualisée était le congrès “Cultural Interactions in Medieval Georgia” en mai 2017 à Fribourg (Suisse). L’objectif de la section est la création d’une plateforme destinée à des jeunes scientifiques aspirant de continuer sur le chemin proposé : approfondir le savoir sur les échanges artistiques en Géorgie médiévale en tenant compte du concept des interaction culturelles dynamiques.

Session 9 :
Le pont dans la cité. Passages, images, commerces, XIIe-XIVe siècles
Direction de la session: Philippe Cordez (Paris)

En 1254, Guillaume de Rubrouck, envoyé par Louis IX, atteignit Karakorum, capitale de l’Empire mongol. Très vite il y entendit parler d’un orfèvre français au service du grand khan, Guillaume Boucher, dont le frère Roger se serait trouvé sur le « grand pont » à Paris. Pourquoi le grand pont ? Depuis l’Antiquité, le cœur de Paris était constitué par l’Île de la Cité, avec deux ponts. Le plus long d’entre eux notamment, sur le bras droit du fleuve, devait être extrêmement fréquenté. Il menait au palais royal, et supportait sous la surveillance directe du souverain les boutiques des orfèvres et des changeurs, importantes pour le royaume et pour la ville. Sous le pont, les bateliers payaient les droits de douane, et ses arches accueillaient des moulins. Sur la rive, le pont était défendu par le Châtelet, près duquel étaient établis les bouchers : que l’orfèvre de Karakorum se soit appelé Boucher témoigne sans doute d’une ascension antérieure de sa famille, sur quelques centaines de mètres.

Sur les ponts de nombreuses villes du Moyen Âge classique et tardif se jouaient des scènes déterminantes pour les rapports sociaux. Toute ville a besoin d’eau, et l’urbanisation rapide entraîna en particulier du XIIe au XIVe siècle la construction de nouveaux ponts, dont certains étaient de pierre, complexes et coûteux, se rattachant aux modèles de l’Antiquité romaine et, comme les églises, pouvant être financés collectivement. Le Pont de pierre de Ratisbonne (1135) était considéré comme une personne morale, avec son sceau propre. Le Ponte Vecchio à Florence (1345) fut conçu dans une géométrie parfaite comme une ville idéale à destination commerciale. Le Pont Charles de Prague (1357) servait par son programme iconographique la dynastie de Luxembourg, ainsi lors des rituels de couronnement. À Lucerne, un simple chemin de ronde en bois (1365) est devenu un emblème de la ville.

Souhaitées pour la section sont des contributions explorant en quoi l’architecture des ponts matérialisait et conditionnait l’imaginaire et les expériences de la ville, comment et pourquoi les ponts furent représentés en images et eux-mêmes supports d’images, et comment le quotidien des ponts des villes médiévales détermina les cultures marchandes, sur place et au loin.

Session 10 :
La construction des églises Moyen Âge tardif : Entre concurrence et conformité
Direction de la session: Richard Nemec (Bern) et Gerald Schwedler (Zürich / Kiel)

L’Europe de la fin du Moyen Âge ne peux pas être compris sans le phénomène structurel fondamental de la construction d’églises. Son enracinement dans la société faisait de la construction d’une église une signification culturelle, sociale et sacrale. Avant l’arrivée de la reformation, il y avait un développement d’un type artistique d’architecture avec un mode de construction, de décoration et de forme onéreux. Ces constructions devenaient de plus en plus cher durant leurs réalisations, de sorte que les projets n’étaient souvent pas terminés. Ainsi, comment sont à interpréter ces vulnérabilités, ces hauts et ces bas, en relation avec la société médiévale? L’accent de la section sera l’exploration de ces phénomènes historiques-culturels.

Partant de la thèse d’une Europe latine formée entre-autres par la synchronisation de réseaux, nous aimerons étudier deux exemples : d’un côté, la conformité dans le domaine de la culture bâtie, et de l’autre, les pratiques de financement accompagnantes. Ces deux domaines s’opposaient. Les participants respectifs dans une société médiévale particulière devaient avoir, cela la thèse défendue, des stratégies de visualisation conformes. Cependant, une tel conformité a provoqué de la compétition, à laquelle était impliquées activement non seulement les commanditaires, mais également les artistes comme les artisans payés.

L’accent de la session proposé est le processus et le contexte de la conception de bâtiments et leur financement, bien que nous aimerons distinguer un aspect particulier de la planification et de réalisation d’architecture médiévale profane et sacrale : le côté socio-économique comme facteur décisive d’un plus large processus social. Par une approche interdisciplinaire, plusieurs projets en relation avec des bâtiments médiévaux seront présentés, accompagnés d’exemples choisis de Berne (des visites guidées pourraient être prévu sur place) et de l’actuelle Suisse.

Session 11 :
L’objet dans le rituel. Artéfacts comme mémoires et agents d’interaction sociale
Direction de la Section: Kirsten Lee Bierbaum et Susanne Wittekind (Köln)

L’accent de la session prévue seront des objets lesquels ont connus une certaine activation dans un contexte d’actes rituels et font apparaître temporairement des réseaux supérieurs.

Des artéfacts sont intégrés de manières diverses dans des actes rituels : ils ornent, mettent en exergue le corps de l’intervenant; ils servent à la mise en scène d’un rituel ou sont destinataires de celui-ci ; ils visualisent des relations personnelles ou laissent réapparaitre le passé. À première vue, l’objet semble seulement se référer au rituel actuel et ses participants – il est déplacé, présenté, posé, porté ou affiché – et fait preuve au deuxième regard que l’artéfact est un enlacement complexe de dimensions matérielles, spatiales, temporelles et sociales qui surpassent la “performance“ immédiate. L’invocation de l’histoire de l’objet utilisé joue également un rôle important. À travers d’une relique ou d’une donation d’un pape ou d’un souverain, une dynamique de protection est invoquée. Quand un objet trophée ou un vestige historique sont utilisé pour l’établissement d’une identité, le mythe d’une bataille ou d’une fondation est évoqué. L’objet se révèle comme dépositaire de la mémoire, qui est activé par le biais du rite. Des relations géographiques peuvent également être inhérentes aux objets. À travers d’une spolia d’un territoire lointain ou d’un site pillé, une sphère d’influence est incorporée dans un objet maniable. Un objet peut représenter un souverain absent dans un rituel ou peut même être utilisé dans une sorte de jeu de rôle. En tant qu’insigne ou signe officielle, les objets contribuent à transformer un corps personnel en corps de signification politique. Ils donnent au porteur des qualités transtemporelles et transpersonnelles et jouent un rôle actif dans des cérémonies procédurales.

Walter Benjamin rendu attentif à l’enracinement de l’objet d’art dans le culte et le rituel (L’œuvre d’art à l’époque de sa reproductibilité technique, 1935). Conformément à Emil Durkheim (Les formes élémentaires de la vie religieuse, 1912), des objets sont interprétés de manière similaire comme personnification, lieu de dépôt et source d’une force ‘interconnectante’ et orientée vers la communauté, qui est alors relâchée par l’usage collective. Par contre Alfred Gell interprète de tels objets dans théorie de l’art anthropologique comme étant le “nexus“ et le point de cristallisation de relations sociales ; ils peuvent même remplacer leur commanditeur et devenir leur propre “agence“.

Session 12 :
Roche – caverne – église. Façonner un espace sacré naturel au Moyen Âge
Direction de la session: Kristin Böse (Francfort) et Markus Späth (Giessen)

Dans de nombreuses religions, les paysages montagneux et les hauteurs attirent celles et ceux qui choisissent l’isolement ascétique. En ce qui concerne le Moyen Âge chrétien, ce sont les monastères rupestres de la byzantine orientale – par exemple en Cappadoce – ou dans le sud des Balkans, qui ont jusqu’à présent retenu l’attention de l’histoire de l’art. Cependant, un certain nombre d’espaces sacrés conçus à partir de formations rocheuses ont également survécu en occident latin. Etant généralement situé dans une grotte, leur noyau a souvent été vénéré rétrospectivement en lien avec la présence légendaire d’un ermite ou d’une communauté. Le surmoulage artistique de la nature a engendré des espaces sacrés sur le seuil entre espace intérieur et extérieur, entre réclusion et révélation, entre nature et culture. D’une part, la relation entre nature et culture est ainsi apparente extérieurement, reconnaissable à la position exposée des édifices religieux. D’autre part, des espaces complexes et des topographies imbriquées du sacré ont ainsi vu le jour. Pour les saisir, il s’agissait non seulement de les apercevoir à travers le regard, mais de se déplacer physiquement dans l’espace au cours des événements cultuels.

La section poursuit l’objectif d’examiner le caractère hybride des ces espaces sacrés médiévaux, appelés églises rupestres (« Felsen- und Höhlenkirchen »). Il s’agit d’étudier ces espaces naturels en vue de leur transformation architecturale, sculpturale et picturale. Nous souhaitons des contributions qui étudient

  • comment les concepts d’espaces sacrés ont été appliqués à la nature,
  • comment, inversement, des éléments naturels (comme des roches ou des grottes) ainsi que les perceptions mythiques et religieuses qui y sont associées ont influé sur la conception artistique de tels espaces,
  • dans quelle mesure la relation entre réclusion et présence topographique se manifestait artistiquement dans de tels espaces.

La discussion abordera donc comment les éléments naturels ont été traités dans l’architecture et l’ameublement des églises rupestres médiévales. Il sera question de la création d’un paysage montagneux à travers la main de l’homme, paysage aujourd’hui encore perçu comme topographiquement et géographiquement distinct à de nombreux endroits. La session souhaite réunir des exemples provenant à la fois de l’occident latin et de la byzantine orientale et ainsi contribuer à une discussion fructueuse sur ce sujet.

Session 13 :
Passages interrompus ? Rejet et transformations d’objets au Moyen âge
Direction de la session: Pierre Alain Mariaux (Neuchâtel) et Michele Tomasi (Lausanne)

Souvent, l’histoire de l’art du Moyen âge déroule en un récit continu, sans rupture ni aspérité, une histoire d’origine et de filiations. L’étude de la réception renseigne toutefois également sur des passages interrompus, qui mettent à mal la cohérence de ce récit. Les études récentes ont montré avec une vigueur renouvelée combien les œuvres d’art peuvent être, lorsqu’elles voyagent, des vecteurs de diffusion de connaissances iconographiques, techniques, stylistiques… Mais qu’en est-il des cas où l’objet qui est déplacé n’est pas accueilli sans heurt, assimilé, admiré, mais suscite en revanche la gêne, l’incompréhension, voire le refus ? Les phénomènes de résistance, de rejet, ou de transformation visant à rendre un objet acceptable dans un nouveau contexte, sont tout aussi révélateurs de la nature des cultures impliquées et de leurs possibilités d’interaction et d’échange.

Nous sollicitons des propositions de communication portant sur le refus ou la transformation d’objets appartenant aux techniques les plus diverses, tout au long du Moyen Âge. Ce qui tient à cœur aux organisateurs, c’est d’observer ces réactions en lien avec un transfert d’objet, que ce soit dans l’espace ou dans le temps. Les réflexions centrées sur les traces matérielles de manipulation et d’adaptation des objets seront tout aussi bienvenues que celles illustrant ces phénomènes à partir de sources écrites. Les résistances suscitées par la forme, la typologie, le matériau, l’iconographie, ou tout autre aspect de la matérialité des objets, entrent dans le domaine d’intérêt de la session, tout comme les raisons de goût, politiques, religieuses, culturelles qui peuvent expliquer ces rejets ou ces manipulations. Des propositions portant sur des exemples liés à la Suisse seraient particulièrement bienvenues.

Session 14 :
L’arc alpin comme trésor. Entre interdépendance étendue et isolement
Direction de la session: Regula Schorta, Evelin Wetter et Michael Peter (Riggisberg)

Dans les vallées éloignées et les centres urbains de l’arc alpin, à l’écart des grandes cités européennes, d’étonnants trésors se sont conservés – telles des capsules temporelles ou spatiales. D’une part, ces trésors témoignent de l’importance stratégique et géopolitique des vallées et cols alpins comme parties constituantes de vastes réseaux. D’autre part, ils manifestent une situation géographique isolée qui permettait la conservation de moments, situations, ou objets historiques.

Au début des années 1970, Brigitta Schmedding catalogua les trésors textiles du Moyen Âge préservés dans les églises et monastères suisses et, dans son livre, traite brièvement des conditions particulières de chaque lieu où ces œuvres d’art se sont conservés. Se basant sur son travail de pionnier, la section cherche à envisager davantage les contextes de conservation et explorer de manière encore plus pertinente les raisons de l’arrivée et du maintien, ou de la production d’objets d’art textile dans l’arc alpin. Le rôle de l’espace géographique pour ces processus, avec toutes ses conséquences, sera également envisagé. Sont particulièrement bienvenues les contributions qui mettent l’accent sur des œuvres textiles conservées en Suisse ou dans les régions alpines voisines, et dont la contextualisation apporte non seulement une meilleure compréhension de l’objet textile lui-même mais également un éclairage de la situation historique et/ou de l’univers imaginaire de leur région de conservation.

Session 15 :
Walter Benjamin et le Moyen Âge
Direction de la session: William Diebold (Portland, Oregon) et Christopher Lakey (Baltimore, MD)
Sponsored Session International Center of Medieval Art – ICMA

Dans “Der simulierte Benjamin : Mittelalterliche Bemerkungen zu seiner Akualität“ Horst Bredekamp a argumenté  de manière très persuasive il y a 26 ans déjà, que la fameuse thèse de Walter Benjamin selon laquelle une reproduction diminue l’aura d’une œuvre d’art ne s’applique pas à l’art médiévale. Selon Bredekamp, la corrélation entre la reproduction et l’aura était précisément l’inverse de ce que Benjamin postule dans “L’œuvre d’art à l’époque de sa reproductibilité technique“. Malgré les scrupules historiques de Bredekamp, la popularité et la prévalence de Benjamin n’a pas cessé d’augmenter dans toutes sortes d’enquêtes historiques et culturelles, dont celles à propos du Moyen Age.

L’objection de Bredekamp est très probablement bien fondée en ce qui concerne des images de culte et des reliques. Cependant, Benjamin s’intéressait dans son essai “L’œuvre d’art“ beaucoup plus aux objets non-liturgiques de l’époque gothique, spécialement les cathédrales et leurs décorations sculptées. Pourquoi c’était cela et que veut ceci signifier pour la validité de la thèse de Benjamin concernant l’art médiévale ? Cette session a pour l’objectif de réexaminer la question de Benjamin et le Moyen Âge afin d’essayer de comprendre pourquoi l’art et architecture gothique jouaient un rôle tellement important dans sa pensée. Souhaités sont des contributions qui examinent tout aspect du Moyen Âge dans l’œuvre de Benjamin (y compris ses correspondances, autres essais autres que “L’œuvre d’art…“ etc.), qui reprennent les textes de Benjamin dans le contexte politique plus vaste du temps entre les deux guerres mondiales ou dans l’historiographie de l’histoire de l’art de ce temps, et qui examinent l’utilité des idées de Benjamin par rapport des études actuelles de l’art médiévale.

Session 16 :
À travers des Carpates
Direction de la session: Jiří Fajt, Christian Forster et Markus Hörsch
Sponsored session Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), Leipzig

Au nord, à l’est et en partie au sud, les Carpates entouraient le royaume médiéval de la Hongrie et formaient ainsi longtemps sa frontière naturelle. Des routes de col permettaient le commerce avec les territoires avoisinés, servaient aux rois expansives comme routes de déploiement et menaient des envahisseurs dans le pays. À part des contact économiques et militaires, il existait surement des échanges culturels entre la Transylvanie et les principautés de la Valachie et de la Moldavie, entre la Hongrie Haute (Slovaquie), la Pologne et le Principauté de Galicie-Volhynie. Ces échanges étaient sans doute souvent de nature interconfessionnelle (catholique romain/orthodoxe) ou interreligieux (christianisme /judaïsme).

La session aimerait assembler des contributions qui examinent d’un côté les caractéristiques et les effets de cette frontière intereuropéenne en sa fonction de barrière mentale et de l’autre côté le transfert culturel transcarpatien en architecture et dans les beaux-arts de manière exemplaire ou sur une longue durée de temps.  Une attention spéciale devrait être donnée à la migration d’artistes entre Buda et Cracovie, entre Spiš et la Petite-Pologne et ceci non seulement pendant le règne de Louis I., roi d’Hongrie et Pologne de 1370 à 1382. Sont souhaités également des exemples des formes unilatérales du transfert culturel qui était associé à la conquête, à la mission catholique ou à la migration de groupes de population.

Session 17 :
Ponts et passages. Réseaux alpins connectés
Direction de la Section: Armand Baeriswyl et Bernd Nicolai (Berne)

Pendant le moyen âge, les infrastructures des régions alpines ont été soumis à des changements fondamentaux. En utilisant les structures de l’antiquité des constructions servant au voyage, transport, repos et la restauration ou le culte, ont été réalisés. Un des plus grands projets alpins était la construction du passage du Saint Gothard après 1200, qui réduisait le temps de voyage de manière significatif. Le passage par les gorges de Schöllenen avec le pont du diable, l’hospice du Gothard et le passage largement plus ancien du Grand Saint Bernard formait un ensemble connecté de différents types de construction. Des abbayes et des chapelles le long des routes étaient le reflet de la tradition spécifique de culte dans les Alpes. S’y ajoute la considération des conditions économiques et climatiques et leurs effets sur le peuplement et les infrastructures.

Sous l’aspect du transfert, de l’interaction et de l’appropriation, nous cherchons des contributions actuelles venant des domaines de l’histoire de la culture, de l’archéologie, de l’architecture et de l’art dans l’espace alpin de même que des Pyrénées, des Carpates et au-delà, en particuliers sur des thèmes suivants :
– Routes, ponts et moyens de transport
– Agriculture alpine et sites abandonnés
– Hospices, chapelles et abbayes
– Croix de chemin et autres objets
– Récits de voyage et autres formes de l’appropriation artistique du monde montagneux
– Conditions climatiques et ses changements

L’équipement personnel des voyageurs

Session 18 :
Lart et crise dans la Méditerranée byzantine tardive
Direction de la session:  Ivan Drpić (Philadelphia) und Stefania Gerevini (Milan)
Sponsored session The Mary Jaharis Center for Byzantine Art and Culture, Boston

La session explore le rôle des arts visuelle dans la manifestation, la gestion et la précipitation de changement et déstabilisation pendant la fin de l’époque Méditerranée byzantine ; et inversement, comment la perception d’instabilités et d’incertitudes a formé la manière avec laquelle l’art a été fait, appréhendé et vu dans ce monde.

La session met l’accent sur la notion de la crise. Des scientifiques ont habituellement utilisé ce terme dans un sens négatif afin de dénoter des périodes d’instabilité politique, perturbations sociales, dépressions économiques, pandémies et de guerres. Dans l’histoire de l’art, le terme de la crise était souvent invoqué pour désigner des phases de déclins artistiques et culturelles – l’antipode du point culminant artistique. Par contre, en grecque, le terme krisis (κρίσις) englobe un différend terrain sémantique ; à l’origine, le mot faisait référence au processus de la prise de décision, de sélection ou de jugement, situations qui tous exigent des disputes et de l’arbitrage. Cette signification plus neutre du mot est attestée dans la conceptualisations byzantine du Dernier Jugement aussi bien dans la théorie rhétorique que le discours médical. Dans quelle mesure nous offre ce terme de la crise, ainsi redéfini, un outil conceptuel de valeur afin d’explorer la diversité artistique et l’ingéniosité de la période de la Méditerranée byzantine tardive ?

Souhaitées pour la session sont des contributions qui examinent sous des angles méthodologiques différents comment des images, des artéfacts et des édifices ont enregistré et répondu à des moments de déstabilisations politique, religieuse et sociale en Méditerranée byzantine tardive ; comment ils étaient mobilisés pour atténuer, cacher ou même déclencher des crises ; et comment, à son tour, la perception d’instabilités et perturbations a formé des choix artistiques faites par des patrons individuels ou institutionnels, et enfin les manières avec lesquelles les œuvres artistiques ont été vues et comprises par le public.

Date limite: Octobre 31, 2018

S’il vous plaît envoyer votre proposition de jusqu’à une page à:
mail@mittelalterkongress.de

Veranstalter / Kooperationspartner:

Deutscher Verein für Kunstwissenschaft

Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern
mit Abegg-Stiftung, Historisches Museum Bern & Burgerbibliothek Bern

Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), Leipzig

Vorbereitungsteam:

Prof. Dr. Wolfgang Augustyn (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) – Dr. Matthias Exner (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München) – Dr. Juliane von Fircks (Universität Mainz) – Dr. Gerhard Lutz (Dom-Museum Hildesheim) – Dr. Jörg Richter (Klosterkammer Hannover) – Prof. Dr. Marc Carel Schurr (Université Strasbourg) – PD Dr. Gia Toussaint (Universität Hamburg) – Prof. Dr. Harald Wolter – von dem Knesebeck (Universität Bonn) – PD Dr. Andrea Worm (Universität Graz)

Bern:
Dr. Armand Baeriswyl (Archäologischer Dienst des Kantons Bern) – Prof. Dr. Birgitt Borkopp (Universität Bern) – Prof. Dr. Beate Fricke (Universität Bern) – Dr. Susan Marti (Bernisches Historisches Museum) – Dr. Florian Mittenhuber (Burgerbibliothek Bern) – Prof. Dr. Bernd Nicolai (Universität Bern)

Tagung „Zitatkulturen des Mittelalters“

Vom 8. bis 9. November 2018 findet in Wolfenbüttel die Jahrestagung des
Mediävistischen Arbeitskreises der Herzog August Bibliothek zum Thema
„Zitatkulturen des Mittelalters“ statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um
eine Anmeldung bis zum 31. Oktober 2018 unter forschung@hab.de wird
gebeten.

Das Programm der Tagung finden Sie hier.

CfP Symposion Soteriologie in der frühmittelalterlichen Theologie

Von Do 21. März 2019 bis Sa 23. März 2019 findet am CAmpus Koblenz (Universität Koblenz-Landau) ein Symposion zu „Soteriologie in der frühmittelalterlichen Theologie“ statt.

Teilnehmer werden zu einem ca. 30-minütigen Vortrag samt Diskussion eingeladen. Den CfP für dieses Symposion finden Sie hier.