Schwarzes Brett

Sechzehnte interdisziplinäre Sommerakademie des Zentrums für Mittelalter- und Renaissancestudien München

Die Kreuzzüge des Mittelalters in interdisziplinärer Perspektive

11.-15. September 2017

Die Kreuzzüge wurden stets mit der Notwendigkeit begründet, die Christenheit, die Kirche oder das Papsttum gegen Feinde zu verteidigen. Den Teilnehmern wurde dafür ein Ablass versprochen, sowie der Schutz von Familie und Besitz. In den Quellen werden sie häufig mit Pilgern (peregrini) gleichgesetzt, erst im Spätmittelalter setzte sich der Begriff des Kreuzfahrers (crucesignatus) durch. Ziel der Kriegszüge war zunächst Jerusalem und der Nahen Osten, doch wurden vergleichbare militärische Unternehmungen auch auf der iberischen Halbinsel, in Osteuropa und gegen religiöse und politische Abweichler in ganz Europa durchgeführt.
Schon in Mittelalter und Renaissance befassten sich zahlreiche Geschichtsschreiber, Literaten, Maler und Komponisten mit dem Thema, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat. Die wissenschaftliche Diskussion verlangt folglich nach einem interdisziplinären Zugriff, bei dem sowohl geschichts-, als auch kunst- und literaturwissenschaftliche Ansätze berücksichtigt werden.

Die Sommerakademie richtet sich an alle Studierenden und Promovierenden, die sich in München oder an auswärtigen Universitäten mit Mittelalter und Renaissance beschäftigen. Sie wird von Prof. Dr. Albrecht Berger und Dr. Georg Strack veranstaltet. Beteiligt sind die Fächer Anglistik, Archäologie, Arabistik/Islamwissenschaft, Byzantinistik, Evangelische Theologie, Germanistik, Kunstgeschichte, Lateinische Philologie, Mittelalterliche Geschichte, Mittelalterliche Jüdische Geschichte, Musikwissenschaft und Skandinavistik.

Es besteht die Möglichkeit, sich die Veranstaltung in Absprache mit den Dozenten der jeweiligen Fächer als Übung, Vertiefungskurs oder Hauptseminar anrechnen zu lassen.

Vor Beginn der Sommerakademie wird ein Reader mit den wichtigsten Texten zur Vorbereitung erstellt. Sie erfahren rechtzeitig per Mail, wo dieser verteilt wird.

Die Anmeldung richten Sie bitte mit Angabe Ihrer Studienfächer und Ihrer Fachsemesterzahl bis zum 24. Juli 2017 an Dr. Georg Strack georg.strack@lmu.de

Das Programm finden Sie hier.

buecher gar hübsch gemolt: Deutsche Buchmalerei des 15. und frühen 16. Jahrhunderts

Die Staatsbibliothek Bamberg zeigt vom 3. April bis 30. Juni 2017 einen repräsentativen Querschnitt aus ihrem Bestand an illuminierten Büchern des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Einer breiteren Öffentlichkeit wird so Einblick in diesen bisher weitgehend unbekannten Teil der Handschriftensammlung gewährt, der derzeit in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt erschlossen wird. Vorträge und Führungen begleiten die Ausstellung.
Das 15. Jahrhundert war eine Zeit tiefgreifender religiöser und kultureller Umbrüche. Bußprediger kritisierten gesellschaftliche und kirchliche Missstände, und klösterliche Reformbewegungen strebten danach, das Gemeinschaftsleben wieder stärker an christlichen Normen auszurichten. Dazu gehörte auch das Abschreiben von Büchern. Die Buchproduktion stieg stark an, da auch für weltliche Zwecke wie das Studium und den Handel immer mehr Texte benötigt wurden. Die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg ermöglichte dann seit der Jahrhundertmitte die schnelle Herstellung und weite Verbreitung von Büchern.
Auch wenn Bücher immer leichter verfügbar wurden, waren sie doch alles andere als eine Massenware. Jedes Schriftstück spiegelt die individuellen Bedürfnisse seines Besitzers. Am deutlichsten wird dies, wenn ein Buch mit künstlerischer Ausstattung versehen ist. Nicht nur Werke, die man mit der Hand abschrieb, verzierte man auf diese Weise, sondern auch gedruckte Texte wurden oft reich mit gemalten Initialen, Bordüren und Miniaturen versehen.
Der Bestand an illuminierten Büchern des 15. und frühen 16. Jahrhunderts, den die Staatsbibliothek Bamberg hütet, ist bisher weitgehend unbekannt. Ein repräsentativer Querschnitt von etwa 20 Exponaten zeigt die Bandbreite der Sammlung. Am Anfang steht die Zeichnung eines bischöflichen Schulterschmucks, des 2015 erworbenen Rationale aus Pommersfelden. Aus Nürnberg gelangten Nonnenhandschriften und die gedruckte Kobergerbibel nach Bamberg. Aber auch in Bamberg selbst entstanden bedeutende Kunstwerke wie eine Chronik der Michelsberger Äbte und liturgische Drucke. Neben Werken fränkischer Herkunft sind auch Beispiele aus Nachbarregionen vertreten.
Die Ausstellung der Staatsbibliothek Bamberg ist vom 3. April bis 30. Juni 2017 bei freiem Eintritt zugänglich (montags bis freitags von 9:00 bis 17:00 Uhr, samstags von 9:00 bis 12:00 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen).
Nähere Informationen unter: www.staatsbibliothek-bamberg.de

Verhandlung und Demonstration von Macht

Vom 8. bis zum 10. Juni findet eine internationale Fachtagung zum Thema „Verhandlung und Demonstration von Macht. Mittel, Muster und Modelle in Texten deutschsprachiger und skandinavischer Kulturräume des Mittelalters“ am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald statt.

Diese interdisziplinäre und internationale Tagung untersucht wiederkehrende Erzählmuster und -modelle in Bezug auf Konzepte von Macht. Im Fokus stehen Dynamiken, Prozesse und Strategien der Machtgenerierung und des Machterhalts, Vorgänge des Machtverlusts sowie deren textinterne als auch textexterne Funktionalisierungen.

Informationen und Anmeldung: tagungsbuero@wiko-greifswald.de

Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

Call for Paper: Neue Tendenzen der Papstforschung im Mittelalter

For english Version please see below

Im Sommersemester 2017 wirkt Agostino Paravicini Bagliani als Inhaber der Dr. Jörg Mittelsten Scheid Gastprofessur an der Bergischen Universität Wuppertal. In Zusammenarbeit mit ihm veranstaltet die Bergische Universität Wuppertal am 29. und 30. Juni 2017 einen internationalen Workshop für Dotorandinnen und Doktoranden. Der Workshop soll so Promovenden auf diesem Forschungsgebiet international vernetzten und bietet ihnen die Gelegenheit, ihre Forschungen vorzustellen und gemeinsam mit den anderen Teilnehmern zu diskutieren. Betreut wird der Workshop durch Agostino Paravicini Bagliani (Lausanne), Maria Pia Alberzoni (Mailand), Iben Fonesberg Schmidt
(Aalborg), Harald Müller (Aachen), Étienne Doublier (Wuppertal) und Jochen Johrendt (Wuppertal).

Zur Bewerbung aufgerufen sind Doktorandinnen und Doktoranden der Mittelalterlichen Geschichte sowie benachbarter Fächer, deren Dissertationsgegenstand einen deutlichen Bezug zum mittelalterlichen Papsttum aufweist.

Das Seminar ist zweisprachig, so dass Projektvorstellungen und Diskussion auf Deutsch und Englisch stattfinden können. Bewerberinnen und Bewerber sollten daher beide Sprachen lesen und sprechen können.

Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Ausland kann eine Reisekostenvergütung von bis zum 250 € gewährt werden, für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Inland in Höhe von 150 €. Das Seminar wird am Donnerstag um 14:00 Uhr beginnen und am Freitag Mittag enden.

Die Bewerbungsunterlagen sollten umfassen:
– Curriculum Vitae
– Darstellung des Dissertationsvorhabens auf maximal 2 Seiten (max. 1.000 Worte)
– Empfehlungsschreiben einer Hochschullehrerin/eines Hochschullehrers

Bewerbungen sind via E-Mail zu richten an:
mittelalter@uni-wuppertal.de

Deadline ist der 24. April 2017

Erfolgreiche Bewerberinnen und Bewerber müssen bis zum 30. Mai 2017 eine Skizze ihrer Dissertation oder eines Teilaspektes im Umfang von maximal 10 Seiten (max. 5.000 Worte inklusive Anmerkungen) einreichen, die allen Teilnehmern zugänglich gemacht wird.

Für weitere Informationen richten Sie sich bitten an
Dr. Étienne Doublier, E-mail: doublier@uni-wuppertal.de oder an
Prof. Dr. Jochen Johrendt, E-Mail: johrendt@uni-wuppertal.de

Call for Papers: New Tendencies in the Research of Medieval Papacy

The University of Wuppertal is in the fortunate position to welcome Agostino Paravicini Bagliani as the Dr. Jörg Mittelsten Scheid guest professor in the summer semester of 2017. In collaboration with him, the University of Wuppertal is arranging a special workshop on 29th and 30th June 2017 for international PhD students. The workshop aims to support networking for doctoral candidates in the field of medieval studies internationally, and offers them an opportunity to present their studies as well as to discuss their projects with other participants. Agostino Paravicini Bagliani (Lausanne), Maria Pia Alberzoni (Milan), Iben Fonesberg Schmidt (Aalborg), Harald Müller (Aachen), Étienne Doublier (Wuppertal), and Jochen Johrendt (Wuppertal) will participate in this workshop as conveners.

Invited to apply are PhD students of Medieval History or related disciplines whose research projects bear a distinct connection to the research field of medieval papacy.
The seminar will be bilingual, so that presentations and discussions of research projects may take place in either German or English. Therefore, candidates should be able to read and speak in both languages.

Participants coming from outside Germany can be granted a travel expense allowance up to €250. Domestic participants can receive a travel expense allowance up to €150. The seminar starts on Thursday at 2 pm and ends on Friday at noon.

Application to participate must contain:
– Curriculum Vitae
– A description of the dissertation project on max. 2 pages (max. 1,000 words)
– An academic letter of recommendation (written by a professor)

Please send your application to:
mittelalter@uni-wuppertal.de

Deadline: 24th April 2017

Successful candidates are asked to submit an outline of their PhD dissertation or of a partial aspect of it on max. 10 pages in total by 30th May 2017 (max. 5,000 words, annotations included). These outlines will be made available to all candidates.

For further information please contact:
Dr. Étienne Doublier, E-mail: doublier@uni-wuppertal.de
Prof. Dr. Jochen Johrendt, E-mail: johrendt@uni-wuppertal.de

Romanikforschungspreis 2017

Ausschreibung Romanikforschungspreis 2017

Das Europäische Romanik Zentrum e.V. verleiht einen internationalen Nachwuchspreis für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Romanik. Der Preis wird gefördert durch die Stiftung der Saalesparkasse (Halle) und Herrn Gerhard Mauch, Ludwigshafen.

Ziel der Preisvergabe ist die Nachwuchsförderung, insbesondere die Auszeichnung junger Wissenschaftler*innen, die auf dem Gebiet der Romanik (Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte, Kirchen- oder Rechtsgeschichte) herausragende Forschungsleistungen erbracht haben. Ausgezeichnet werden unveröffentlichte Forschungsarbeiten (Dissertationen). Der Preis wird an Graduierte vergeben und besteht aus einem Preisgeld in Höhe von 2.000 €. Über die Vergabe entscheidet eine international besetzte Jury, bestehend u.a. aus Mitgliedern des internationalen Beirats des Europäischen Romanik
Zentrums. Die Annahme des Romanik-Forschungspreises verpflichtet zu einem öffentlichen Vortrag des Preisträgers.

Bewerbungen (Lebenslauf, Zeugnisse, Publikationsliste) und ein Exemplar der Forschungsarbeit (incl. Abstract, Gutachten) in digitalisierter Form (PDF) werden erbeten bis zum 7. April 2017 an:

Herrn Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn
Direktor des Instituts Europäisches Romanik Zentrum
Domplatz 7
06217 Merseburg
oder an sekretariat@romanik-zentrum.eu
http://www.romanik-zentrum.eu

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Announcement Romanesque Research Award 2017

The European Center of the Romanesque (Europäisches Romanik Zentrum, ERZ) awards outstanding international research works on the field of Romanesque art and architecture. The award is donated by the Stiftung Saalesparkasse (Halle) and Mr Gerhard Mauch (Ludwigshafen).

The award aims to promote, honor and encourage graduated junior researchers contributing to the study of Romanesque art, history, archaeology, Church history as well as history of the law.

Only unpublished research works will be considered (PhD thesis). The award is supposed to promote graduates. It is valued at 2000 Euro. The ERZ’s international board of advisors will co-judge the selection of the awardee. Accepting the award, the winner is encouraged to give a public lecture at the ERZ.

Until April 7th 2017, the application (CV, certificates, references, list of publications), one piece of his/her digitized research works (PDF) including an abstract and the academic evaluation is to be send at:

Herrn Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn
Direktor des Instituts Europäisches Romanik Zentrum
Domplatz 7
06217 Merseburg
Germany
or: sekretariat@romanik-zentrum.eu
http://www.romanik-zentrum.eu

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Appel d‘offres Prix de recherche de l‘Art roman 2017

Un prix international d’encouragement est décerné par le Centre Européen d’Art Roman (Europäisches Romanik Zentrum, ERZ) pour des contributions de qualité exceptionnelle dans la recherche scientifique sur l’Art Roman. Le prix est parrainé par la Fondation
de la Caisse d’Epargne de la ville de Halle (Saale) – „Saalesparkasse“ et par Monsieur Gerhard Mauch de la ville de Ludwigshafen.

Par l’attribution de ce prix le Centre Européen d’Art Roman veut encourager et récompenser la jeune génération d’historiens de l’art, en particulier des jeunes scientifiques ayant fourni des résultats de recherche exceptionnels dans le domaine de l’art roman
(histoire de l’art, archéologie, histoire, histoire de l’Église et du droit).

Le prix doté de 2.000 €. Il est attribué sur présentation de travaux de recherche inédits (thèses de doctorat) traitant de l’art roman.

L’attribution est faite par un jury international, composé notamment de membres du conseil scientifique du Centre Européen d’Art Roman. Les décisions du jury sont irrévocables. En acceptant le prix le lauréat s’engage à donner une conférence publique dans le Centre Européen d’Art Roman.

Les candidatures (biographie, certificats, liste des publications) ainsi qu’un exemplaire de l’ouvrage (doctorat) en format PDF incluant un résumé et les expertises/rapports sont à déposer jusqu’au 7 avril 2017 à l’attention du directeur de l’institut.

Herrn Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn
Direktor des Instituts Europäisches Romanik Zentrum
Domplatz 7
06217 Merseburg
Allemange
ou: sekretariat@romanik-zentrum.eu
http://www.romanik-zentrum.eu