Sommeruniversitäten

Traum und Vision. 8. Sommerkurs der ‚Zürcher Mediävistik‘

04.09.-08.09.2017, Universität Zürich

Träume und Visionen sind seit jeher ein elementarer Bestandteil des menschlichen Daseins und eng verwoben mit den jeweiligen kulturellen Erzeugnissen und Denkweisen über die Welt, den Menschen und dessen Relation zu einer transzendenten Ordnung. Die motivische und sprachliche Ausgestaltung dieser Phänomene ist ebenso variabel wie deren Funktionalisierung oder die Frage nach der Bedeutungshaftigkeit ihrer Inhalte. Der diesjährige Sommerkurs macht die Polyvalenz von Traum und Vision in ihren historischen und kulturellen Kontexten zum Thema und setzt sich anhand von medial vielfältigen Beispielen mit Träumen und Visionen des Mittelalters auseinander – innerhalb und außerhalb des westeuropäischen Kulturraums.

Folgende Dozierende und Themen sind vorgesehen:

  • Maximilian Benz, Germanistik: Jenseitsreisen um 1150
  • Georges Descoeudres, Kunstgeschichte: Der Traum des Gunzo: Vision oder Legitimation?
  • David Ganz, Kunstgeschichte: Zu Darstellungen von Vision, Apokalypse oder Offenbarung
  • Jürg Glauser, Nordistik: Visionen von der Peripherie – Traumdichtung in der isländischen Literatur des Mittelalters
  • Regula Forster und Christopher Braun, Islamwissenschaften: Träume und Traumdeutung in der arabischen Welt des Mittelalters
  • Barbara Schellewald, Kunstgeschichte: Träumen in Byzanz
  • Angela Schiffhauer, Kunstgeschichte: Träume in der Glasmalerei des 13. Jahrhunderts
  • Maria Wittmer-Butsch, Geschichte: Die historische Entwicklung der Traumtheorie im Mittelalter
  • Abendvortrag: Verena Kast, Psychologie: Träume. Die geheimnisvolle Sprache des Unbewussten
  • Exkursionen: Burgerbibliothek Bern (Handschriften); Obwalden (Bruder Klaus, Kapelle St. Niklausen)

Der Sommerkurs findet als Blockkurs statt und richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktorierende aller Fachrichtungen. Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt.

Den Teilnehmenden wird 4-6 Wochen vor Kursbeginn ein Reader bereitgestellt, dessen Lektüre obligatorisch ist. Erwartet wird neben der individuellen Vorbereitung auch eine aktive Beteiligung an den Sektionen in Form von Diskussionsbeiträgen. Falls der Kurs angerechnet werden soll (3 ECTS-Punkte), kann ein Beitrag in Form eines Kurzreferats geleistet werden. Weil der Sommerkurs außerhalb des regulären Semesterbetriebs stattfindet, ist er für Studierende nicht selbst buchbar. Die Buchung erfolgt zentral nach dem Eingang der Anmeldungen.

Das Kompetenzzentrum »Zürcher Mediävistik« unterstützt in diesem Jahr fünf Teilnehmende aus dem Ausland mit einer Beteiligung von Fr. 500.- an den Kosten für Reise und Unterkunft.

Sämtliche Bewerbungsformulare befinden sich auf der Website www.mediaevistik.uzh.ch und sind bis spätestens am 26. Mai 2017 einzusenden an koordination@mediaevistik.uzh.ch.

Kontaktperson für Fragen ist Dr. Bettina Schöller (koordination@mediaevistik.uzh.ch).

Sommerkurs ‚Fachspezifisches Latein‘, Universität Bern, 21.8.-1.9.2017

Sie sind
StudentIn, DoktorandIn oder Postdoc
in einer Disziplin mit ‘lateinischer Vergangenheit’ oder Affinität zu lateinischer Literatur,
die Sie sich für Ihre Studien- oder Forschungsinteressen erschliessen wollen.
Sie verfügen über
Vorkenntnisse, die sich auf dem Niveau einer Schweizer Matur beweg(t)en
und die Sie für Ihre spezifischen Anliegen reaktivieren oder ausbauen wollen.
Wir sind
Dozierende der Universitäten Bern, Fribourg und Neuchâtel, GymnasiallehrerInnen und
fortgeschrittene Studierende der Klassischen Philologie.
Wir bieten
in einem Mix von Plenarveranstaltungen, binnendifferenziertem Unterricht und
1:1-Betreuung
– eine Intensivauffrischung in lateinischer Grammatik auf der Basis von
für die europäische Tradition zentralen Texten
– eine Einführung in die Besonderheiten der nachklassischen Latinität
– fachspezifische Blöcke (je nach disziplinärer Zusammensetzung der Gruppe)
– individuelle Supervision bei individuellen Fragen
– 3 ECTS-Punkte für die aktive Teilnahme am gesamten Kursprogramm.

Teilnehmerzahl: Nicht weniger als fünf, nicht mehr als zwanzig
Unterrichtssprache: Deutsch
Fristen: Bewerbung bis 28. Februar 2017; Mitteilung über Zulassung bis Mitte März 2017
Bewerbungsunterlagen:
– Motivationsschreiben (max. 1 Seite), aus dem hervorgeht, was Sie sich von dem Kurs erwarten und welche Texte / Art von Texten Sie gerne behandeln würden
– Lebenslauf
– Auskunft über das aktuelle Niveau Ihrer Lateinkenntnisse
Als pdf zu senden an: gerlinde.huber@kps.unibe.ch
Gebühren: Von allen Teilnehmenden wird ein Unkostenbeitrag von 100 CHF erhoben (binnen Monatsfrist nach Mitteilung der Zusaage)

Einen Flyer finden Sie hier.

SCRIPTO Summer School Nürnberg: Mittelalterliche Buchmalerei (4.-7. April 2017)

Mittelalterliche Buchmalerei. Geschichte, Ikonographie, Technik, Stil. Eine Einführung
Nürnberg, Stadtbibliothek, 4. bis 7. April 2017

Die SCRIPTO Summer School Nürnberg (SSSN) bietet eine Einführung in die mittelalterliche Buchmalerei. Auf eine Erörterung historischer, inhaltlicher, funktionaler und technischer Fragestellungen zur Ausstattung des mittelalterlichen Buches sowie eine Diskussion kunsthistorischer Methoden folgen ausführliche praktische Beschreibungs- und Einordnungsübungen anhand von Handschriften der Sammlung der Nürnberger Stadtbibliothek zur Hinführung auf deren wissenschaftliche Erschließung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldeschluss ist der 1. Februar 2017, die Teilnahmegebühr beträgt 350 €. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch (Dozentinnen: Dr. Christine Jakobi-Mirwald, Dr. Christine Sauer). Weitere Informationen und Anmeldeformular unter:
www.scripto.mittellatein.phil.fau.de
Medieval Book Illumination. History, Iconography, Technical &
Stilistic Aspects. An Introduction
Nürnberg City Library, April 4th to 7th, 2017

The SCRIPTO Summer School Nürnberg (SSSN) offers an introduction to Medieval Book Illumination. This module will be discussing questions of history, contents, function and technology of the medieval illuminated book as well as art historical research methods. Extensive study and examination of manuscripts held by the collection of the Nürnberg City Library will provide a guideline for scientific research. The number of participants is limited. The application deadline is 1 February 2017. Those applicants accepted to the course will be charged 350€. Language of instruction will be German and English (Lecturers: Dr. Christine Jakobi-Mirwald, Dr. Christine Sauer). Further information (including the application form) may be obtained online:
www.scripto.mittellatein.phil.fau.de

Einführung in die digitale Handschriftenkatalogisierung / Introduction to the digital cataloguing of manuscripts, SCRIPTO Summer School Wolfenbüttel (SSSW), 12.-16. Juni 2017

SCRIPTO Summer School Wolfenbüttel (SSSW)

Einführung in die digitale Handschriftenkatalogisierung

Die SCRIPTO Summer School Wolfenbüttel (SSSW) bietet eine Einführung in XML, TEI-P5 und Anwendungssoftware und vermittelt die Kenntnisse und Fähigkeiten, um Beschreibungen mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften in TEI und MXML zu erstellen. Zudem wird in diesem Kurs über die Verwaltung und Publikation von Handschriftenbeschreibungen in Datenbanken und gedruckten Katalogen informiert. Das nächste Modul SSSW wird vom 12. bis 16. Juni 2017 in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel stattfinden. Anmeldeschluss ist der 1. März 2017, die Teilnahmegebühr beträgt 350 € (Unterkunft ist in der Gebühr enthalten). Weitere Informationen (u.a. das
Anmeldeformular) finden Sie unter:
www.scripto.mittellatein.phil.fau.de

Introduction to the digital cataloguing of manuscripts

The SCRIPTO Summer School Wolfenbüttel (SSSW) offers an introduction to XML, TEI-P5 and application software, and provides both knowledge and skills in order to describe medieval and early modern manuscripts in TEI and MXM. Moreover, participants will be informed about the management and publication of manuscript descriptions in databases and printed catalogues. The next course will be held from 12th to 16th June 2017, sessions will take place in the Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. The application deadline is 1st March 2017. Those applicants accepted to the course will be charged €350 (accommodation included). Further information (including the application form) may be obtained online:
www.scripto.mittellatein.phil.fau.de

 

16. interdisziplinäre Sommerakademie des Zentrums für Mittelalter- und Renaissancestudien

Die artes magicae

19. – 22 .September 2016

Die septem artes liberales bildeten den Grundstock mittelalterlicher Ausbildung und fungierten zugleich als Ordnungsprinzip für den Lehrstoff und als Voraussetzung für die höhere Bildung. Eine weitere Gruppe von Disziplinen, die in Analogie zu den freien Künsten im Spätmittelalter und in der Frühneuzeit eine ähnliche Systematik erfahren sollte, stellen die sogenannten artes magicae oder prohibitae dar. Dazu zählten Nekromantik, Geomantie, Hydromantie, Aeromantie, Pyromantie, Chiromantie und Skapulimantie, doch war das Spektrum der Disziplinen, die vorwiegend der Prognostik galten, wesentlich breiter gefächert. Obwohl sie von kirchlicher Seite verboten waren, prägten sie die Wissenskultur in Mittelalter und Renaissance.

Das Thema steht dieses Jahr im Mittelpunkt der Sommerakademie des ZMR, die sich an fortgeschrittene Studierende sowie an Promovierende richtet, die sich in München oder an auswärtigen Universitäten mit Mittelalter und Renaissance beschäftigen.

Die Akademie wird von Alessia Bauer und Wilhelm Heizmann (Institut für Nordische Philologie) veranstaltet. Beteiligt sind die Fächer Anglistik, Arabistik, Byzantinistik, germanistische Mediävistik, Japanologie, Lateinische Philologie des Mittelalters, Mittelalterliche Geschichte, Mittelalterliche Jüdische Geschichte, Rechtsgeschichte und Skandinavistik.

Einen Überblick über die geplanten Lehreinheiten finden Sie hier.

Es besteht die Möglichkeit, sich die Veranstaltung in Absprache mit den Dozenten der jeweiligen Fächer als Übung oder Hauptseminar anrechnen zu lassen.

Vor Beginn der Veranstaltung wird ein Reader mit den wichtigsten Texten erstellt. Sie erfahren rechtzeitig per Mail, wo dieser verteilt wird.

Die Anmeldung richten Sie bitte mit Angabe Ihrer Studienfächer und Ihrer Fachsemesterzahl bis zum 15. Juli 2016 an Dr. Alessia Bauer.

MGH Sommerakademie: Weltchroniken des Mittelalters

Vom 25. bis zum 29. Juli findet in München die diesjährige Sommerakademie MGH mit dem Thema „Weltchroniken des Mittelalters“ statt.

Programm:

Montagvormittag (25.7.): Anreise

Montagnachmittag: Begrüßung, Einführung ins Thema (Weltchroniken,
Editionen, MGH)
(Martina HARTMANN)

Montagabend: Abendempfang bei den MGH

Dienstagvormittag (26.7.): Arbeit an Handschriftenfragmenten aus den
Beständen der MGH
(Arno MENTZEL-REUTERS)

Dienstagnachmittag: Die Koelhoffsche Chronik
(Harald MÜLLER)

Mittwochvormittag (27.7.): Die Weltchronik des Frutolf von Michelsberg
(Horst LÖSSLEIN, Benedikt MARXREITER)

Mittwochnachmittag: Die sog. Anonyme Kaiserchronik
(Martina HARTMANN, Ioanna GEORGIOU)

Donnerstagvormittag (28.7.): Johannes Trithemius, De septem secundaeis
(Arno MENTZEL-REUTERS)

Donnerstagnachmittag: Die Nürnberger Klarissenchronik – Probleme und
Potential einer Überlieferung in mehreren Fassungen (lateinisch,
deutsch, Konzeptfassung und Reinfassung
(Eva SCHLOTHEUBER)

Freitagvormittag (29.7.): Die Schedelsche Weltchronik – digitale Edition
(Bernd Posselt)

Freitagnachmittag: Abreise

Veranstaltungsort:
Ludwigstraße 16, 80539 München
Lesesaal der MGH

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt, Bewerbungen mit einem
Lebenslauf richten Sie bitte bis zum 15. Mai 2016 an:

Frau Professor
Dr. Martina Hartmann
Martina.Hartmann@mgh.de

Bei erfolgreicher Teilnahme können Sie durch die Sommerakademie 5
ECTS-Punkte erwerben. Die diesjährige Sommerakademie des Deutschen
Mediävistenverbandes wird getragen von den Lehrstühlen Mittelalter an
den Universitäten Aachen, Düsseldorf und Wuppertal in enger
Kooperation mit den Monumenta Germaniae Historica.

Weitere Informationen unter:
http://www.mgh.de/home/aktuelles/newsdetails/sommerakademie-welt-chroniken-des-mittelalters/4f1f5edd70/

Münchner Sommerakademie Grundwissenschaften 2016

Sommerakademie „Schriftkunde des Mittelalters“

Die Professur für Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde veranstaltet vom 18. bis zum 23. Juli 2016 eine Sommerakademie zum Thema „Schriftkunde des Mittelalters“.

Unter fachkundiger Anleitung wird das Lesen von mittelalterlichen Schriftquellen sowie ihre zeitliche und räumliche Einordnung trainiert. Ein Schwerpunkt stellt dabei das Üben am Original dar. Es kann auf zahlreiche Kooperationspartner (Monumenta Germaniae Historica, Bayerische Staatsbibliothek, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Diözesanarchiv des Erzbistums München und Freising, Bayerische Akademie der Wissenschaften) zurückgegriffen werden. Besuche dieser Institutionen werden die intensiven Übungseinheiten abrunden.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Eine Anmeldung erfolgt via Email (GHW@lrz.uni-muenchen.de) zusammen mit einem Motivationsschreiben (1-2 Seiten) und Nachweisen über Lateinkenntnisse und den Besuch eines mittelalterlichen Grund- bzw. Basiskurs.

Anmeldefrist für Studierende der LMU München: 30.04.2016

Anmeldefrist für Studierende anderer Universitäten: 31.05.2016

Offizielles Faltblatt zur Sommerschule mit Programm

«Text und Bild»: 7. interdisziplinärer Sommerkurs der «Zürcher Mediävistik»

31.08.-04.09.2015, Savognin (GR)

Der Sommerkurs «Text und Bild» soll sich mit Fragen der Text-Bild-Relation in verschiedenen Kontexten und Medien auseinandersetzen und einen Schwerpunkt in der mittelalterlichen Kunst Graubündens haben. Er gliedert sich in Seminarsitzungen und zwei ganztätige Exkursionen nach Waltensburg, Rhäzüns, Zillis, Lain, Muldain und Savognin, die das Thema an Originalen weiterverfolgen sollen.

Folgende Dozierende und Themen sind vorgesehen:
• Georges Descoeudres: Text und Bild bei den ägyptischen Wüstenvätern
• Caroline Schärli: Ecce! Bildtituli in der vorromanischen Wandmalerei des Alpenraums
• David Ganz: Erzählung, Raum, Bewegung. Bild-Ensembles in mittelalterlichen Kirchen
• Bettina Schöller: Die ganze Welt auf einen Blick? Karten als schrift-bildliche Wissensspeicher
• Lukas Rösli: Húsdrápa (Haus‐Preisgedicht) – Ein Bildgedicht in Sprachbildern
• Stefan Matter: Situationen der Liebe. Die Minne in Text und Bild
• Paul Michel: Emblematik
• Dieter Bitterli: Angewandte Emblematik
• Seraina Plotke: Carmina figurata. Figurengedichte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit

Der Sommerkurs richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktorierende aller Fachrichtungen, die bereit sind, sich ausserhalb des regulären Semesterbetriebs in einer ebenso intensiven wie anregenden Arbeitswoche mit dem Thema «Text und Bild»auseinanderzusetzen. Den Teilnehmenden wird 4-6 Wochen vor Kursbeginn ein Reader bereitgestellt, dessen Lektüre obligatorisch ist. Erwartet wird von allen neben der individuellen Vorbereitung auch eine aktive Beteiligung an den Sektionen in Form von Diskussionsbeiträgen. Falls der Kurs mit einer schriftlichen Leistung angerechnet werden soll, bitten wir um frühzeitige Kontaktaufnahme. Der Sommerkurs sollte nur als ganzer besucht werden, die Gesamtkosten betragen CHF 300.- (Übernachtung, Verpflegung, Exkursionen, Reader).

Wichtig: Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl beschränkt, Anmeldeschluss ist der 24. Mai 2015.

Das Bewerbungsformular ist auf der Homepage der «Zürcher Mediävistik» als Download verfügbar und sollte per Mail an folgende Adresse geschickt werden: koordination@mediaevistik.uzh.ch.

Kontaktpersonen für Fragen sind Dr. Sabine Sommerer und Dr. Susanne Uhl.

Den Flyer zum Sommerkurs finden Sie hier.

CfP: Internationale und interdisziplinäre Sommerakademie des Herder-Instituts

Die Internationale und interdisziplinäre Sommerakademie des Herder-Instituts findet unter dem Titel

Transformation Europas im Spätmittelalter. Herrschaft, Stände, Kirche und geistige Kultur Ostmitteleuropas vor dem Hintergrund von gesamteuropäischen Prozessen von Austausch, Transfer und Adaption

vom 31. August bis 4. September in Marburg statt. Sie wird geleitet von Prof. Dr. Thomas Wünsch (Universität Passau) und Dr. Norbert Kersken (Herder-Institut).

Im späteren Mittelalter, d.h. etwa seit der Mitte des 13. Jahrhunderts, sind im östlichen Europa tiefgreifende Transformationsprozesse faßbar. Sie betreffen alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens: auf der politischen Ebene erfahren die anfänglichen, nationalen Dynastien der Arpaden, Přemysliden und Piasten ein Ende und es kommt in Ungarn, Böhmen und Polen zu Personalunionen und Herrschaftszusammenschlüssen. In allen Ländern bilden sich Ständevertretungen heraus, deren Profil und Stärke auf Jahrhunderte ein politisches Signum dieses Teils Europa bleibt.

Für die öffentlichen Vorträge konnten die folgenden Referenten gewonnen werden:
Anna Adamska, Utrecht: Towns – Literacy – Cultural Exchange in East Central Europe
Dániel Bagi, Pécs: Träger und Verbreitungsformen der Schriftkultur
Gisela Drossbach, Augsburg: Kirchliche Raumorganisation im Spätmittelalter
Rimvydas Petrauskas, Vilnius: Der Adel Ostmitteleuropas als Träger von Transformationsprozessen
Thomas Wünsch, Passau: Transformation Europas im Spätmittelalter
Juriy Zazuliak, Lviv: Noble Lordship, Violence and the Origin of the Peasant Serfdom in Late Medieval Kingdom of Poland

Die Bewerbungsfrist für die Teilnahme endet am 30. April.

Den ganzen CfP als PDF-Dokument finden Sie hier.

Interdisziplinärer Sommerkurs „Inschrift – Handschrift – Buchdruck. Medien der Schriftkultur im späten Mittelalter“

Ausschreibung:
Interdisziplinärer Sommerkurs „Inschrift – Handschrift – Buchdruck.
Medien der Schriftkultur im späten Mittelalter“


Greifswald, 21.–27. September 2014


Arbeitsstelle Inschriften der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen am
Historischen Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald


Vom 21. bis 27. September 2014 wird der interdisziplinäre Sommerkurs „Inschrift –
Handschrift – Buchdruck. Medien der Schriftkultur im späten Mittelalter“ am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald stattfinden. Er wird durchgeführt von der Arbeitsstelle Inschriften der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, die am Historischen Institut der Universität Greifswald angesiedelt ist, und gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen.
Der interdisziplinäre Sommerkurs soll mit Quellen und Arbeitstechniken vertraut machen, die in den vergangenen Jahren aus den Studienplänen vieler mediävistischer Fächer
verschwunden sind, und fächerübergreifend anwendbare Kenntnisse für die Arbeit mit
spätmittelalterlichen Originaltexten in handschriftlicher, inschriftlicher und gedruckter Form vermitteln. Er versteht sich als Angebot für Graduierte, die mindestens einen BA-Abschluss nachweisen können, und für DoktorandInnen. Innerhalb der Kurswoche sollen die Medien Inschriften, Handschriften und Inkunabeln in seminarähnlichem Rahmen und anhand von praktischen Übungen ebenso wie auf einer Exkursion behandelt werden. Weiterhin ist ein Workshop geplant, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigenen Master- und Dissertationsprojekte vorstellen und diskutieren.


Kursprogramm:
Sonntag, 21.9.: Anreise, 20 Uhr Begrüßung
Montag, 22.9.: Inschriften
Dienstag, 23.9.: Handschriften, Abendvortrag
Mittwoch, 24.9.: Inkunabeln
Donnerstag, 25.9.: Exkursion
Freitag, 26.9.: Workshop
Samstag, 27.9.: Zusammenfassung und Evaluation, 11.30 Uhr Ende


Die Lehreinheiten und zugehörigen Übungen werden betreut von:
Dr. Jan Ilas Bartusch, Heidelberger Akademie der Wissenschaften;

Dr. Christine Magin, Jürgen Herold M. A., beide Akademie der Wissenschaften zu Göttingen: Inschriften;
Dr. Christoph Mackert, Handschriftenzentrum Universitätsbibliothek Leipzig;
Dr. Jürgen Geiß-Wunderlich, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: Handschriften;
Dr. Falk Eisermann, Dr. Oliver Duntze, beide Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: Inkunabeln;
Professor Dr. Felix Heinzer, Universität Freiburg: Lateinische Philologie des Mittelalters.
Außerdem wird das Team der Greifswalder Inschriften-Arbeitsstelle die praktischen Übungen begleiten.

Für die kostenlose Unterbringung der auswärtigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Studentenwohnheim vor Ort wird Sorge getragen. Ferner können Reisestipendien in Höhe von 100–200 EUR gezahlt werden.

Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2014. Bewerben können sich Interessenten aus den Fächern Geschichte, Deutsche und Lateinische Philologie des Mittelalters, Kunstgeschichte, Buch- und Kulturwissenschaften, Kirchengeschichte sowie Editions- und Historische Grundwissenschaften. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, im Rahmen des Workshops am 26.9. das eigene Projekt vorzustellen oder ein Referatthema zu übernehmen, das vorab durch die Kursleitung zugeteilt wird. Lateinkenntnisse sind erforderlich, die Kurssprache ist Deutsch.


Als Bewerbungsunterlagen reichen Sie bitte Folgendes ein:
– ein Motivationsschreiben (max. 1 Seite) mit Ihren Kontaktdaten,
– einen tabellarischen Lebenslauf mit Schwerpunkt auf dem eigenen mediävistischen
Curriculum,
– ggf. ein kurzes Exposé (max. ½ Seite) des Master- oder Dissertationsprojekts mit der
Angabe, ob Sie dieses Thema im Rahmen des Workshops am 26. September 2014
vorstellen möchten,
– erworbene akademische Abschlusszeugnisse,
– einen Nachweis von Lateinkenntnissen.


Bitte richten Sie die Bewerbung und mögliche Rückfragen per E-Mail an Dr. Christine Magin, die für die Organisation verantwortlich zeichnet: cmagin@uni-greifswald.de.


Die Teilnahmezahl ist auf 20 Personen begrenzt. Fünf Plätze sind – ein entsprechendes
Profil ihrer Bewerbung vorausgesetzt – Studierenden der Universität Greifswald vorbehalten.


Die Auswahlentscheidung wird bis spätestens 30. Juni 2014 mitgeteilt.