Veranstaltungen 2013

LMU München: 7. Dies quodlibetalis

Adaequatio, illuminatio, coniectura.
Modelle der philosophischen Erkenntnistheorie in Mittelalter und Renaissance

Am 13. Juni 2014 findet an der LMU München im Rahmen des 7. Dies quodlibetalis der Gesellschaft für Philosophie des Mittelalters und der Renaissance (GPMR) ein Symposium zum Thema Adaequatio, illuminatio, coniectura. Modelle der philosophischen Erkenntnistheorie in Mittelalter und Renaissance statt.
Die mittelalterliche Erkenntnistheorie gehört zu den wichtigsten und reizvollsten Themen, die die Philosophie des Mittelalters zu bieten hat. In den Lehrbüchern zur Erkenntnistheorie wird sie dennoch in den meisten Fällen einer naiven Korrespondenztheorie zugerechnet und entsprechend als unerheblich abgetan. (Umso bedauerlicher, dass eine historisch-systematische Gesamtdarstellung der mittelalterlichen
Erkenntnistheorie bis heute fehlt!) Wer indes näher hinschaut, erblickt eine Fülle unterschiedlicher Positionen: Realismus, Essentialismus, Reliabilismus, Adäquationstheorie, Abstraktionstheorie, Illuminationstheorie, Intuitionismus, Nominalismus, Repräsentationalismus, Skeptizismus, konjekturale Wahrheitserkenntnis sind nur einige davon. Fünf erkenntnistheoretische Modelle Avicenna, Thomas von Aquin, Heinrich von Gent, Wilhelm von Ockham und Nikolaus von Kues  sollen vorgestellt und diskutiert werden. Damit die Diskussion nicht zu kurz kommt, sind für Vortrag und anschließende Debatte jeweils 20 Minuten vorgesehen. Mit Tiana Koutzarova (Bonn), Dominik Perler (Berlin), Christoph Kann (Düsseldorf), Christian Rode (Bonn) und Harald
Schwaetzer (Bernkastel-Kues) konnten fünf nicht nur kompetente, sondern auch streitwillige disputantes gewonnen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Details dem Programm!

Machtrepräsentationen an den mediterranen Grenzen Europas (12.-15. Jahrhundert) / Representations of Power at the Mediterranean Borders of Europe (12th-15th c.)

Am 10. und 11.12.2013 findet in Kassel die Tagung „Machtrepräsentationen an den mediterranen Grenzen Europas (12.-15. Jahrhundert) / Representations of Power at the Mediterranean Borders of Europe (12th-15th c.)“ statt.

Konzeption und Organisation:
Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner, Mittelalterliche Geschichte, FB 05 Gesellschaftswissenschaften, Universität Kassel / Dott. Mirko Vagnoni,
Florenz

Datum: 10.12.2013-11.12.2013,
Kassel, International House, Universität Kassel, Mönchebergstr. 11a

Vor dem Hintergrund der weltpolitischen Ereignisse der letzten Zeit fragt sich ein fortschreitend globalisiertes und multikulturelles Europa zunehmend nach der eigenen kulturellen Identität. Diese Frage wird umso drängender angesichts der Tatsache, dass sich einerseits die Zahl der Mitgliedsländer der Europäischen Union nach und nach erhöht hat (und noch weitere Staaten in die Gemeinschaft eintreten möchten), während andererseits – bedingt auch durch die ökonomische Krise – viele der Mitgliedsstaaten die (politische) Idee ‚Europa‘ als solche infrage stellen und dabei riskieren, ein mühevoll in Gang gebrachtes Projekt scheitern zu lassen. Die europäische Gesellschaft verlangt nach Antworten, zu denen auch die mediävistische Forschung einen Beitrag leisten kann, indem sie nach Konzepten von Europa, seinen südlichen Grenzen und seinen charakteristischen Eigenschaften fragt.

In Zusammenarbeit mit der Universidad Complutense de Madrid organisiert das Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte der Universität Kassel mit freundlicher Unterstützung des DAAD, finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, einen internationalen Workshop, bei dem der wissenschaftliche Dialog zwischen der deutschen akademischen Welt und derjenigen Südeuropas gefördert werden soll. Ziel ist es, Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen und aus verschiedenen Ländern Mittel- und Südeuropas zusammenzubringen, um kulturelle Transferphänomene bei der Repräsentation von Macht innerhalb mediterraner Königreiche mit Grenzcharakter zu diskutieren.

Inhaltlich geht es dabei vor allem um Regionen, in denen europäische Dynastien, die einer lateinisch-westlichen Kultur entstammten, über hochgradig griechisch oder arabisch geprägte Gesellschaften herrschten. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit zeitlich auf die Spanne vom 12. bis zum 15. Jahrhundert und räumlich auf die Königreiche von Aragon und Kastilien der iberischen Halbinsel, auf das Königreich Sizilien der italienischen Halbinsel, auf das Königreich Zypern und das Fürstentum von Antiochia in der nahöstlichen Region. Inhaltlich ist danach zu fragen, ob und wie häufig Machtinhaber dieser Monarchien bei der symbolische Repräsentation ihrer Autorität Gebrauch von Elementen derjenigen Kulturen machten, mit denen sie sich in den eroberten (oder zurückeroberten) Ländern gezwungenermaßen konfrontiert sahen. Auf diese Weise kann die Mittelalterforschung ihren Beitrag zu aktuellen Fragen der europäischen Gemeinschaft im Sinne transkultureller Verflechtung und Abgrenzung leisten.

Programm/Program:

Dienstag 10. Dezember 2013 Tuesday, 10th December 2013

9.30 Ingrid BAUMGÄRTNER (Universität Kassel), Begrüßung/Welcome
9.40 Mirko VAGNONI (Florenz), Introduzione/Introduction

Formen der Herrschaftsdarstellung in Süditalien / Forms of
Representation: Rulership in South Italy
Moderation/Chair: Kai RUFFING (Universität Kassel)

10.00-10.30 Errico CUOZZO (Università Suor Orsola Benincasa, Napoli),
Islamic crosspollinations. Falconry at the Norman court of Sicily
10.45-11.15 Fulvio DELLE DONNE (Università della Basilicata), Culture as
a symbol of power in the kingdom of Sicily during the Swabian period
11.30 Pause
12.00-12.30 Kristjan TOOMASPOEG (Università del Salento, Lecce),
Boundaries and their crossing as representation of authority in the
Kingdom of Sicily (12th-14th centuries)
12.45 Mittagessen / Lunch

Macht und Symbolik auf der Iberischen Halbinsel / Symbols of Power on
the Iberian Peninsula
Moderation/Chair: José María SALVADOR GONZÁLEZ (Universidad Complutense
de Madrid)

14.30-15.00 Jaume AURELL (Universidad de Navarra), The Symbolic Meanings
of the Self-Coronations in Medieval Iberia
15.15-15.45 Maribel FIERRO (Consejo Superior de Investigaciones
Científicas, Madrid), A Castilian political myth through Andalusi Eyes.
The „legend of the judges of Castille“
16.00 Pause
16.30-17.00 Joan MOLINA FIGUERAS (Universitat de Girona), Sotto il segno
dell’Oriente. Emblemi, simboli e culti mediterranei per un nuovo
im-maginario della monarchia catalano-aragonese (s. XIII-XV)
17.15-17.45 Rebekka THISSEN-LORENZ (Universität Kassel) Raum,
Herrschaft, Karte. Verortung, Repräsentation und Konstitution von
Herrschaft im Katalanischen Weltatlas (um 1375)

Mittwoch 11. Dezember 2013 Wednesday, 11th December 2013

Eroberungen und Repräsentation von Macht im östlichen Mittelmeer
Conquests and the Representation of Power in the Eastern Mediterranean
Moderation/Chair: Oliver PLESSOW (Universität Kassel) / Stefanie DICK
(Universität Kassel)

09.00-09.30 Margit MERSCH (Universität Kassel), Colonial Topographies?
Trans-mission of Urban Concepts in Venetian Crete
09.45-10.15 Michalis OLYMPIOS (University of Cyprus), Reminiscing about
the Crusader Levant: Royal Architecture and Memory in Lusignan Cyprus
10.30 Pause
11.00-11.30 Luigi RUSSO (Università Europea di Roma), The endless
conquest: Normans in the Holy Land

Moderation/Chair: Ingrid BAUMGÄRTNER (Universität Kassel) / Mirko
VAGNONI (Florenz)
11.45 Schlussdiskussion / Round table

Kontakt:
Gislinde Wagner, Sekretariat Mittelalterliche Geschichte, Universität
Kassel, Nora-Platiel-Straße 1, 34127 Kassel 0049 (0)561 804 3099
giwagner@uni-kassel.de

Hier finden Sie den Flyer und das Plakat zur Tagung.

CfP: Conservation et réception des documents pontificaux par les ordres religieux (XIe-XVe siècle)

Diese Tagung findet vom 05.12.2013-06.12.2013 in Nancy statt.

Dans la recherche relative aux pratiques de l’écrit médiéval et au rapport au passé chez les ordres religieux, la place particulière occupée par les actes pontificaux est connue. Cependant les logiques diverses qui ont présidé à la conservation, la mise en collection ou la valorisation de ces documents dans les chartriers religieux de l’Occident médiéval méritent d’être confrontées. Bien souvent les analyses ont porté sur des dossiers sans permettre de confrontation des attitudes diverses adoptées par les archivistes, cartularistes et rédacteurs d’actes. C’est pourquoi les interventions concerneront les attitudes d’un ordre religieux et/ou d’une pluralité d’établissements. Il s’agira concrètement de définir d’éventuels caractères propres dans la sensibilité diplomatique et archivistique des différents ordres/établissements religieux en étudiant la façon dont ceux-ci ont reçu et conservé les privilèges et lettres pontificales. Une place particulière sera réservée aux nouveaux ordres, Cisterciens, Prémontré et ordres militaires.

Les approches pourront adopter l’un ou l’autre des questionnements suivants ou les combiner :

  • Que peut-on dire à propos de la mise en collection des actes pontificaux ? Subdivision de chartrier („sacs de bulles“), sections des documents pontificaux dans les cartulaires, forme plus aboutie que représente la rédaction de bullaires, complexité de la tradition des privilèges et litterae généraux (multiplicité des copies et diffusion au sein d’un ordre).
  • A propos de la réception, une bulle peut-elle en cacher/chasser une autre ?
  • La typologie des documents pontificaux pèse-t-elle sur leur réception ? Qu’il s’agisse de la typologie diplomatique (sort réservé aux actes des légats pontificaux ou des juges délégués, réception différente des privilèges relatifs au patrimoine ou à d’autres objets) ou de la typologie juridique (cas des actes pontificaux n’ayant pas de lien avec la défense/gestion du patrimoine immobilier). Ces typologies influent-t-elles sur le classement au sein d’un chartrier et font-elles partie des critères employés par les cartularistes pour sélectionner les actes ? (par exemple, les actes des légats pontificaux subissent-ils l’ombre des privilèges pontificaux ? ; les privilèges non énumératifs sont-ils « déclassés » au profit des privilèges énumératifs ? ; y-a-t-il une différence dans la réception par un établissement d’une bulle qui lui est adressée ou d’une bulle générale ?)
  • Transferts textuels : y-a-t-il des spécificités dans la transcription des documents pontificaux (copies, cartulaires, cartulaires-bullaires) ? Est-elle individualisée et se démarque-t-elle de la transcription des autres actes ? Peut-on déceler un remploi des actes pontificaux (in extenso ou par extraits/citations) dans les textes historiographiques ou hagiographiques ?
  • Ce que nous apprennent les documents faux ou interpolées : que révèlent les forgeries et remaniements de ce que les faussaires connaissaient de la diplomatique pontificale ?
  • Influence/imitation des caractères externes (écriture, mise en pages, signes graphiques) et internes du formulaire pontifical : le phénomène étant déjà étudié notamment pour la diplomatique épiscopale, est-ce qu’on trouve des exemples analogues dans les scriptoria monastiques ? Peut-on proposer une confrontation entre les listes de biens (enumerationes bonorum) des documents pontificaux et celles des confirmations données aux institutions monastiques par d’autres autorités (évêques, princes, etc. ?) Peut-on faire un rapprochement similaire avec l’ordre des biens suivi dans les cartulaires ?

Les communications dureront 25 minutes.
Les propositions de communications devront être envoyées pour le 15 janvier 2013 et être rédigées en français, allemand, anglais ou italien.
Elles devront comporter environ 500 mots et être accompagnées d’un CV détaillé.

Kontakt:

Jean-Baptiste Renault
Centre de Médiévistique Jean Schneider
Maison des Sciences de l’Homme
91 avenue de la Libération
BP 454
54000 NANCY
E-Mail: jean-baptiste.renault@univ-nancy2.fr

 

Mittelalterphilologien heute

Diese Tagung findet vom 2. – 4. Dezember 2013 an der Facoltà di Lingue e Letterature Straniere der Università degli Studi di Urbino “Carlo BO” in Urbino statt.

Zielsetzungen

Denjenigen, der sich der anspruchvollen Aufgabe stellt, eine einheitliche Definition für Philologie und insbesondere Mittelalterphilologie heute herauszuarbeiten, kann die Feststellung der Verschiedenartigkeit und häufig sogar Gegensätzlichkeit der Persönlichkeiten und Ansichten ihrer Gründungsväter und Wegweiser wie ein böses Omen treffen. Nach August Wilhelm Schlegel ist die Philologie „ein liberales studium, weil es blosz auf übung und bildung des geistes im allgemeinen abzweckt“. Eine solche Einstellung scheint Jacob Grimm insofern zu teilen, als er sich 1829 nach „frucht bringende(r) musze“ sehnt. Was diesen Pionier der altdeutschen Philologie andererseits in den Augen seines Neffen Herman kennzeichtnet, sei „sein Trieb, facta zu sammeln“. Grimm selbst weist auf eine solche Heterogenität von Einstellungen, Arbeitsstilen und Forschungszwecken hin, wenn er in einer Rede auf Lachmann 1851 behauptet: „Man kann alle philologen, die es zu etwas gebracht haben, in solche theilen, welche die worte um der sachen, oder die sachen um der worte willen treiben“, wobei er Lachmann den letzten und sich selbst den ersten zuordnet.
Und doch steckt gerade in einer solchen Heterogenität ein gemeinsamer Nenner, der das ganze philologische Treiben begründet und bis heute beseelt. Es ist das Bewusstsein über die Komplexität eines jeden menschlichen Phänomens sowie über die Notwendigkeit, einer solchen Komplexität methodologisch gerecht werden zu müssen, wenn man ein menschliches Phänomen als solches erfassen will. Mit anderen Worten weht im interdisziplinären Wesenszug der Philologie auch heute noch ihre humanistische Berufung.
Im Sinne eines solchen Humanismus spricht Grimm auch, wenn er 1831 auf seine Studentenjahre in Marburg zurückblickt:

Ich möchte nun auch den damals unter den Marburger studierenden waltenden geist rühmen; es war im ganzen ein frischer, unbefangener; Wachlers freimüthige vorlesungen über geschichte und literargeschichte machten auf die mehrzahl lebendigen eindruck, und besonders erfreute ein publicum, das er im groszen öffentlichen hörsaal wöchentlich las, sich eines ungetheilten beifalls. die obergewalt des staats hat seitdem merklich mehr in die aufsicht der schulen und universitäten eingegriffen. sie will sich ihrer angestellten fast allzu ängstlich versichern und wähnt, dies durch eine menge von zwängenden prüfungen zu erreichen. mir scheint es, als ob man von der strenge solcher ansicht in zukunft wieder nachlassen werde. zu geschweigen, dasz sie der freiheit des sich aufschwingenden menschen die flügel stutzt und einem gewissen, für die übrige zeit des lebens wohlthätigen, harmlosen sich gehen lassen können, das hernach doch nicht wieder kehrt, schranken setzt; so ist es ausgemacht, dasz, wenn auch das gewöhnliche talent meszbar sein mag, das ungewöhnliche nur schwer gemessen werden kann, das genie vollends gar nicht. es entspringt also aus den vielen studienvorschriften, wenn sie durchzusetzen sind, einförmige regelmäszigkeit, mit welcher der staat in schwierigen hauptfällen doch nicht berathen ist. (…) es ist alles zu viel vorausgesehen und vorausgeordnet, auch im kopf der studierenden. die arbeit des semesters nimmt unbewust ihre richtung nach dem examen; der student musz alle collegia hören, worüber er zeugnisse beizubringen hat, ohne das würde er manche nicht gehört haben, entweder weil ihn der der sie vortragende professor nicht anzieht, oder weil ihn seine neigung anderswohin lenkt. dagegen bleibt ihm beinahe keine zeit übrig diejenigen zu hören, die ihm nicht vorgeschrieben sind. (…) möge es nur den professoren selbst niemals vorgeschrieben werden, was und wie sie lesen sollen!

13 Jahre nach dem Bologna-Abkommen und der darauffolgenden europaweiten Straffung der akademischen Laufbahn werfen Grimms geradezu prophetische Worte dringende Fragen an die Forschungsgemeinschaft auf. Diese Tagung will einer Standortbestimmung der Mittelalterphilologie und ihrer letztendlichen raison d’être heute dienlich sein. Den Rahmen bilden die sogenannten altgermanischen Sprachen und Kulturen. Beiträge, welche sich mit den unten angegebenen oder ähnlichen Themen befassen, sind willkommen.
2014/15 soll eine zweite Tagung folgen, welche die gleichen Themen im Bezug auf die übrigen Sprach- und Kulturbereiche des europäischen Mittelalters angehen wird.

Themenbereiche Mittelalterphilologien

Was sie ist

  • Wissenschaftstheoretische (epistemologische) Grundlagen; fachspezifische Forschungsgegenstände und -methoden

  • Geschichte der Mittelalter-Philologie

  • Heutiger Stand

  • Neueste Tendenzen

  • Die Frage nach dem Sinn. Wozu noch die Mittelalter-Philologie

  • Was für einen Erkenntnisgewinn kann man heute erwarten?

 Der Stellenwert der Mittelalter-Philologie in den europäischen Studiensystemen

  • Hat die Mittelalterphilologie im heutigen Universitätssystem eine Daseinsberechtigung?

  • politische Hintergründe und Implikationen

  • Berufliche Perspektiven

  • Sollte Marktfähigkeit überhaupt ein Parameter sein für den Stellenwert der Mittelalter-Philologien im Universitätssystem?

Ein Wesenszug der Mittelalter-Philologie: Interdisziplinarität

  • Philologie und Philosophie
  • Philologie und Ideologie
  • Philologie und Textkritik (Textbegriff, Autorbegriff…)
  • Philologie und Handschriftenkunde
  • Philologie und Literaturwissenschaft (u.a. Übersetzungswiss./ Rezeptionstheorie)
  • Philologie und Geschichtswissenschaft
  • Philologie und Linguistik
  • Philologie und Editionswissenschaft
  • Philologie und Verlagswesen
  • Philologie und Informatik
  • Philologie und Graphologie

Fallstudien und Forschungsprojekte

Die Mittelalter-Philologie aus der Sicht der StudentInnen

Teilnahmemodalitäten

Gegen Ende des Jahres 2012 wird eine Homepage zur Tagung „Mittelalterphilologien heute“ zur Verfügung stehen: www.filologiemedievali.it

Dort ist die Anmeldung und die Einreichung der Themenvorschläge bis 30. April 2013 möglich. Wir möchten ausdrücklich Nachwuchswissenschaftler zur Teilnahme einladen. Tagungssprachen sind Italienisch, Deutsch und Englisch. Die Einreichung von Vorschlägen zu den obigen Themenbereichen ist aber auch auf traditionellem Wege, postalisch möglich. Die Auswahl wird strikt anonym erfolgen. Ein abstract dazu mit höchstens 400 Zeichen darf aus diesem Grund keinerlei Hinweise auf den Vorschlagenden erhalten. In einem beiliegenden verschlossenen Umschlag sollen folgende Informationen enthalten sein:

Name, Vorname
Akademischer Grad
Institution
Adresse (privat oder dienstlich)

Bitte senden Sie Ihren Vorschlag an folgende Adresse:

Filologie Medievali. Segreteria. All’attenzione Sig. Gianmaria Moino
Dipartimento di Studi Internazionali
Piazza Rinascimento 7
I-61029 Urbino (PU)

Für Rückfragen stehen wir unter folgenden email-Adressen zur Verfügung

alessandra.molinari@uniurb.it

michael.dallapiazza@uniurb.it

Alessandra Molinari – Michael Dallapiazza

‚Das stille Örtchen‘. Fäkalien und Fäkalienentsorgung im Mittelalter

Diese Konferenz findet vom 15.11.2013-17.11.2013, in Oberfell an der Mosel statt.

Das „stille Örtchen“ wird nicht gerne thematisiert – im gepflegten Gespräch genauso wenig wie im wissenschaftlichen Kontext. Die Burgenforschung hat sich im Lauf der Jahre mit vielen speziellen Problemen und Bauteilen beschäftigt, doch Aborte und die Entsorgung von Fäkalien allgemein sind bisher nur wenig bearbeitet worden, sieht man einmal von den Danskern der Deutschordensburgen als Spezialfällen ab.

Offen über das „stille Örtchen“ zu sprechen, das ist das Anliegen der Tagung: Es soll untersucht werden, wie Aborte in mittelalterlichen Burgen, aber auch in Klöstern, Dörfern und Städten aussahen – wie hat man die Fäkalien entsorgt? Welche baulichen Einrichtungen wurden dafür geschaffen? Wo befanden sich die Latrinen? Wo liegen die Unterschiede zwischen Burgen, Klöstern und Siedlungen, lassen sich bestimmte Parameter herausarbeiten? Es soll aber über die rein bauhistorischen, architektonischen und archäologischen Befunde hinaus auch die kulturhistorische Dimension des Themas angesprochen werden: Gab es Vorschriften zur Fäkalienentsorgung in Städten, zur Beschaffenheit und Lage von Aborten und Abortgruben? Wie sind die Menschen im Mittelalter mit dem Thema umgegangen? Wie wird das Thema in der zeitgenössischen Kunst und Literatur behandelt? Wie steht es um die Entsorgung tierischer Fäkalien?

Ziel der Tagung soll es sein, anhand der Zusammenschau der Beiträge eine Annäherung an die genannten Fragen zu finden, einen ersten Überblick zu schaffen und weitere Forschungsfragen zu formulieren.

Weitere Informationen, sowie das Programm der Tagung finden Sie hier.

Kontakt:

Olaf Wagener
Freundeskreis Bleidenberg e.V.
Tel.: 0151/56045995
E-Mail: olaf.wagener@gmx.de

4-year Doctoral Fellowship in History, Medieval Studies, University of Bergen

Doctoral fellowship in history at the Department of Archaeology,
History, Cultural Studies and Religion, University of Bergen

See the website

Application deadline:
November 1, 2013

First Cusanus International Symposium of Young Researchers

Dieses internationale Symposion findet vom 31.10. bis 02.11.2013 in Buenos Aires, Argentinien statt.

Nicholas of Cusa (1401-1464) has defined the maximal doctrine of ignorance as a symbolic way of investigation, through which he tries to reach an understanding of the incomprehensible in an incomprehensible manner. On the basis of this open and multiple perspective, Cusanus has elaborated theological, philosophical, anthropological, ethical and political questions with great originality and depth. Symbols, images, metaphors and/or enigmas, whose strength consists in turning visible what is invisible, concur as guides or orientations in his inquiries, most of them assimilated from the tradition he inherits.

Considering the centrality of the symbolic dimension in Nicholas of Cusa s´ thought and the effect that it has caused in Modern and Contemporary Philosophy, we invite you to participate in the First Cusanus International Symposium of Young Researchers. The invitation is adressed not only to those who frequent Nicholas of Cusaʼ s work, but also to other researchers who, on the basis of their own philosophical work, wish to contribute to a fecund interchange, concerning the sources, the originality, and the projection of the symbolical dimension of Nicholas of Cusaʼ s thought.

We would be very grateful if the groups, researchers, or students interested could send us the title of their paper and a short summary (200 words maximal) written in English before the 30th April, 2013.
The students who wish to participate on their own have to present also a copy their degree and an extended summary (600 words maximal) before the 30th May, 2013.
In every case, please specify: name, title, institution and email. The official languages of the Symposium are: Spanish, Portuguese, Italian, French, English and German.
The papersʼ titles and summaries should be sent to: simposiocusano@gmail.com

Kontakt:

I Symposio Cusano Internacional de Jovenes Investigadores
Sección de Filosofía Medieval
Instituto de Filosofía
Dr. Alejandro Korn
Facultad de Filosofía y Letras
Universidad de Buenos Aires
Puán 480, Piso 4º, of. 436 (1406)
Buenos Aires
Argentina

E-Mail: simposiocusano@gmail.com

Sie können den Call for Papers hier als .pdf herunterladen.

CfP: Universitas scholarium. Sozial- und Kulturgeschichte des europäischen Studenten vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Dieses Nachwuchskolloquium (Doktoranden und Promovierte) findet im Rahmen der
wissenschaftlichen Tagung zum Jubiläumsjahr 2013 der Universität zu Köln „Zurück in die Zukunft? – Die „alte“ Kölner Universität im Kontext der europäischen Universitätsgeschichte“ vom 24.-25. Oktober 2013 statt.

Organisation und Leitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer (Köln),
Prof. Dr. Marian Füssel (Göttingen)

Die mittelalterliche Institution der „universitas magistrorum et scholarium“ als (Selbst)Organisation der Lehrenden und Lernenden ist die Keimzelle der modernen europäischen Hochschulen. Spuren des mittelalterlichen Selbstverständnisses der „universitas“ finden sich auch nach Reformation, Aufklärung, humboldtscher Reform und
Bolognaprozess in der heutigen Hochschulpolitik und im Alltagsleben der Professoren, Dozenten und Studenten. Diese spezifische Entwicklung der europäischen Universität ist Forschungsgegenstand einer eigenen Teildisziplin der Geschichtswissenschaft, der Universitätsgeschichte, deren nationale und internationale Bedeutung und Vernetzung stetig zunimmt.

Anlässlich ihres 625-jährigen Bestehens seit Gründung der „universitas studii sanctae civitatis coloniensis“ im Jahre 1388 lädt die Universität zu Köln im Oktober 2013 zu einer Fachtagung, auf welcher der neuste Forschungsstand zur Universitätsgeschichte präsentiert und diskutiert werden soll. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie sich das eigentlich „Mittelalterliche“ in der Geschichte einer Universität entwickelt, erhalten und verändert hat, und welche Auswirkungen diese Traditionen auf tagesaktuelle Problemstellungen und zukünftige Entwicklungen von Forschung, Lehre und Wissenschaftspolitik haben.

Eröffnet werden soll die Konferenz von einem zweittägigen Kolloquium, welches sich vorwiegend an Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen der Kultur-, Sozial- und Wissenschaftsgeschichte richtet. Gegenstand des Kolloquiums ist die Frage nach den Studenten als Akteuren der Geschichte der europäischen Universität. Der Zugang
zum Thema soll epochenoffen, unter Betonung der europäischen Perspektive und interdisziplinär erfolgen.

Mögliche Themenkomplexe wären:

  • Studenten als Individuen und gesellschaftliche Gruppe in Wort und Bild
  • Studentenmigration im europäischen und außereuropäischen Kontext
  • Lebenswege: Studium, Profession, Karriere, gesellschaftlicher Auf-und Abstieg
  • Studentische Organisation und studentischer Einfluss auf Forschung, Lehre und „Hochschulpolitik“
  • Konflikte, town vs. gown, studentische Protestkulturen, Obrigkeit und Disziplinierung
  • Minderheiten, Randgruppen, Fremde und Außenseiter als Teil der „universitas“
  • Wandel und Kontinuitäten im studentischen Leben in der longue durèe, von der Standeskultur zum Staatsbürger

Wir erbitten Vorschläge zu den genannten oder weiteren einschlägigen Themenkomplexen bis zum 31.3.2013 in Form eines Abstracts von ca. 300 Wörtern und eines aussagekräftigen CVs an andreas.berger@uni-koeln.de. Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch. Ein Reisekostenzuschuss kann gewährt werden.

Kontakt/Rückfragen:

Andreas Berger M.A.
Universität zu Köln
Thomas-Institut
Universitätsstraße 22
50923 Köln
Deutschland

Tel.: (+49) 0221 470 2985
eMail: andreas.berger@uni-koeln.de

Call for Papers

“Universitas scholarium. The social and cultural history of the European student from the Middle Ages to the Present”  („Universitas scholarium. Sozial- und Kulturgeschichte des europäischen Studenten vom Mittelalter bis zur Gegenwart“)

Scientific colloquium (Pre- and Postdocs) accompanying the anniversary
conference of the University of Cologne: “Back to the future? The “old” University of Cologne in the context of the history of the European university” („Zurück in die Zukunft? – Die „alte“ Kölner Universität im Kontext der europäischen Universitätsgeschichte“)

October 24th-25th, 2013, University of Cologne, Germany

Organization: Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer (Cologne), Prof. Dr.
Marian Füssel (Göttingen)

The mediaeval institution of the “universitas magistrorum et scholarium“ as a form of (self)organization of teachers and learners is the origin of the modern European universities. Despite the Reformation, Enlightenment, Humboldtian Reform and Bologna-Process, traces of the original mediaeval self-conception of “universitas”
can still be found in both the contemporary higher education policies and in the daily life of today’s scholars and students. The unique development of the European university is the topic of the History of Universities, a partial discipline of constantly growing international importance and cross-linking.

625 years after the foundation of the “universitas studii sanctae civitatis coloniensis“ in 1388, the University of Cologne hosts a scientific conference to present and discuss the current state of research of the History of Universities. A special focus will be put
on the question of how the “mediaeval” element in the history of the university developed to influence present and future challenges and perspectives of research, teaching and politics.
The conference will be opened with a two-day colloquium primarily addressing junior researchers from the disciplines History of Universities and History of Science, but also Cultural and Social History. Topic of the colloquium is the student as the protagonist of the history of the European university. The examination of the subject
is supposed to be interdisciplinary, comprise different time periods and especially focus on the European perspective.

Possible thematic areas may include:

  • Students as individuals and as a social group in written and non-written sources
  • Student migration in the European and the extra-European context
  • Journey through life: studies, profession, career, social rise and fall
  • Student organization(s), the influence of students on research, teaching and politics
  • Conflicts, town vs. gown, student protest, authorities and repression
  • Minorities, fringe groups, foreigners and outsiders as part of the “universitas”
  • Changes and continuities in student life in the longue durèe, from social class to citizen

We would be glad to receive proposals covering those or other relevant
topics including an abstract of not more than 300 words and a
significant CV until March 31st, 2013. Please send your papers to
andreas.berger@uni-koeln.de. Accepted languages are German and
English. Limited travel grants are possible.

Contact/Questions:

Andreas Berger
University of Cologne
Thomas-Institut
Universitaetsstrasse 22
50923 Cologne
Germany

Tel.: (+49) 0221 470 2985
eMail: andreas.berger@uni-koeln.de

11. Interdisziplinäre Sommerakademie: DISTANZEN ÜBERWINDEN – Briefkommunikation und Briefdokumentation im Mittelalter

Die Sommerakademie der Bergischen Universität Wuppertal, der Heinrich Heine Universität Düsseldorf, der RWTH Aachen, der Monumenta Germaniae Historica, des Istituto Strorico Austriaco Roma und des Medävistenverband e.V. findet vom 07.-11. Oktober 2013 in Düsseldorf statt.

Die paläographischeditorische Sommerakademie richtet sich vorrangig an Studierende der mittelalterlichen Geschichte. Anhand von Originalen sollen sich die Teilnehmer mit Briefen des Hoch- und Spätmittelalters in unterschiedlichen Überlieferungsformen auseinandersetzen, vom Original über die Eintragung in Briefsammlungen, Kopialbücher bis hin zu ihrer Inserierung in historiographische Werke. Ziel der Sommerschule ist eine Vertiefung paläographischer Kenntnisse anhand des genannten Materials, des an die Überlieferungssituation rückgebundenen quellenkritischen Umgangs mit diesem sowie die wissenschaftsadäquate Aufarbeitung des Quellenmaterials. Das konkrete Lehrformat ist eine Mischung aus Einführungen in Themenbereiche durch ausgewiesene Experten sowie die Übung an konkretem Material, an Handschriften sowie Briefen und Urkunden in ihrer originalen Gestalt sowie in Reproduktionen. Es ist eine Mischung aus Einführung in und Reflexion über konkrete Quellen sowie aus einem sehr praktisch ausgerichteten Übungsteil. Der konkrete Umgang mit den Materialien wird durch die Referentinnen und Referenten betreut.

Das Programm, sowie weitere Informationen zur Sommerakademie finden Sie hier.

Teilnahme: Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Bei erfolgreicher Teilnahme können Sie für die Sommerakademie 5 ECTS-Punkte erwerben.

Bewerbungen mit einem Lebenslauf richten Sie bitte bis zum 19. Juli an:

Frau Prof. Dr. Eva Schlotheuber
Institut für Geschichtswissenschaften
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

E-Mail: schlotheuber@phil.uni-düsseldorf.de

Tagung: Kunst und Architektur der Zisterzienser

Am 30. September 2013 findet an der Universität Tübingen die Tagung „Kunst und Architektur der Zisterzienser – Neue Forschungen und Ergebnisse“ im Rahmen der Generalversammlung der Görres-Gesellschaft, Sektion für Kunstgeschichte, in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen statt.

Dank ihrer tiefgreifenden Reformbemühungen in allen Bereichen des monastischen Lebens und ihrer (zumindest anfangs) strengen Ablehnung alles Überflüssigen in Liturgie, Kirchen- und Klosterbau sowie Kirchen- und Klosterausstattung sind die Zisterzienser ein besonders geeigneter Bereich, um sich den theoretischen und praktischen Bedingungen von Architektur- und Kunst- produktion im hoch- und spätmittelalterlichen Reformmönchtum zu nähern. Die Zisterzienser bewegten sich hierbei als erster, anfangs stark zentralisierter Orden des Mittelalters in einem Spannungsfeld zwischen den vom Generalkapitel festgehaltenen Verboten und Ansprüchen im Bereich der Kunstproduktion und einer Praxis, welche insbesondere von dem lokalen und entwicklungsgeschichtlichen Kontext der einzelnen Klöster bzw. Filiationen sowie dem hiermit jeweils verbundenen Anspruchsniveau bzw. den Interessen der Stifter bestimmt wurde.
Die Tagung vereint neue Forschungen und Ergebnisse zu diesem dynamischen Feld mittelalterlicher Kunst mit einem Ausblick in das 18. Jahrhundert unter Einbezug auch der Zisterzienserinnen und des weiteren Umfeldes von Tübingen. Sie arbeitet zugleich der Ausstellung „Die Zisterzienser – das Europa der Klöster“ zu, die 2016 im LVR-LandesMuseum Bonn stattfinden soll.

Die Organisation erfolgt durch:
Prof Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck · Kunst-historisches Institut · Universität Bonn · Regina-Pacis-Weg 1 (Residenzschloss) · 53113 Bonn
Prof. Dr. Markus Thome · Kunsthistorisches Institut · Universität Tübingen · Bursagasse 1 · 72070 Tübingen

Die Tagung findet am 30. September 2013 in der Neuen Aula (Geschwister-Scholl-Platz),  im Raum 236 von 9- 17:30 Uhr statt.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie auf der Homepage, oder auf dem Flyer zur Tagung.