Der Mediävistenverband e.V., der über 1100 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Disziplinen mediävistischer Forschung repräsentiert, schreibt alle zwei Jahre einen Dissertationspreis aus. Er ist mit 2000 € dotiert.
Der Dissertationspreis wird (ungebachtet der Verschiebung des Symposiums) das nächste Mal im März 2021 im Rahmen der Mitgliederversammlung des Verbandes in Frankfurt verliehen.
Kriterien
Ausgezeichnet wird eine hervorragende mediävistische Dissertation von interdisziplinärer Bedeutung. Diese kann sowohl in der Verbindung unterschiedlicher fachlicher Ansätze liegen als auch in einer Anschlussfähigkeit einer disziplinär ausgerichteten Arbeit für mehrere andere Disziplinen. Die Arbeit kann aus allen Fächern der Mittelalterforschung kommen. Die Prüfungen im Promotionsverfahren dürfen am Ende der Bewerbungsfrist nicht mehr als 24 Monate zurückliegen.
Die Bewerbungsunterlagen umfassen
- eine zweiseitige Zusammenfassung der Arbeit in deutscher oder englischer Sprache, in der auch die interdisziplinäre Bedeutung in einer der oben genannten Perspektiven dargelegt wird.
- vollständige Kopien der Gutachten aus dem Promotionsverfahren. Bewerber/innen aus Ländern, in denen im Promotionsverfahren keine schriftlichen Gutachten erstellt werden, werden gebeten, sich für einen möglichen Ersatz direkt mit dem Präsidenten des Mediävistenverbandes, Prof. Dr. Wolfram Drews, in Verbindung zu setzen (w.drews@uni-muenster.de).
- einen kurzen, stichwortartigen Lebenslauf.
Diese Unterlagen können leider nicht zurückgesandt werden. Die Dissertation selbst wird gegebenenfalls im Laufe der Begutachtung angefordert.
Entscheidungsgremium
Die Entscheidung über die Vergabe des Preises trifft der Beirat des Mediävistenverbandes. Ein Anspruch auf die Begründung der Entscheidung besteht nicht; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bewerbungen können postalisch bis zum 31.05.2020 beim Vizepräsidenten des Mediävistenverbandes eingereicht werden:
Prof. Dr. Matthias Müller
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Kunstgeschichte u. Musikwissenschaft
Abt. Kunstgeschichte
Georg Forster-Gebäude
Jakob Welder-Weg 12
55128 Mainz
Mail (an Sekretariat Martina Granaß):
granass@uni-mainz.de
Bisherige Preisträger/innen
2019: Kristina Rzehak (WWU Münster), „Macht und Literatur bei Timuriden und Habsburgern. Politischer Übergang und kulturelle Blüte in den Selbstzeugnissen Baburs und Maximilians I.“
2017: Manolis Ulbricht (FU Berlin), „Coranus Graecus. Die älteste Koranübersetzung in der Ἀνατροπὴ τοῦ Κορανίου des Niketas von Byzanz“
2015: Isabelle Dolezalek (FU Berlin), „Arabic Inscriptions on the Garments of the Norman and Hohenstaufen Kings of Sicily: Contextual Analyses of a Transcultural Motif“
2013: Philippe Cordez (LMU Research Fellow am Institut für Kunstgeschichte der LMU München), „Trésor, mémoire, merveilles. Les objets des églises au Moyen Âge“

